Glawischnig: ÖVP braucht Hörgerät - Koalitions-Sirenen heulen seit Regierungsbildung im Dauerton

Frühwarnsystem normalerweise nur bei Atomunfällen zur Warnung vor Super-Gau

Wien (OTS) "Der sich virusartig ausbreitende Realitätsverlust scheint von der FPÖ nun auf die ÖVP übergesprungen zu sein", zeigt sich die stv. Bundessprecherin der Grünen, Eva Glawischnig belustigt über das Vorhaben der ÖVP, ein "Frühwarnsystem" in der Koalition einrichten zu wollen. "Ein Frühwarnsystem ist normalerweise als letzte Notwehrmaßnahme bei Atomunfällen zur Warnung vor einem Super-Gau hilfreich. In Temelin, Mochovce oder Krsko hat es sicher seinen Platz. Im Fall der schwarzblauen Bundesregierung dürfte es hingegen wenig helfen. Denn die Alarm-Sirenen der Koalition heulen bereits seit der schwarzblauen Regierungsbildung Anfang Februar im Dauerton. Lediglich die ÖVP scheint dies bis jetzt überhört zu haben. Anstelle eines Frühwarnsystem stellt sich daher eher die Frage, ob die ÖVP nicht ein Hörgerät braucht. Dies würde vielleicht helfen, den sich wöchentlich wiederholenden Koalitions-Super-Gau wenigstens beim nächsten Mal nicht zu verschlafen."

"Möglicherweise wäre ein Hörgerät auch ein Rezept für die sich taub stellende ÖVP, wenigstens in Zukunft die Sorgen der WählerInnen und Wähler nicht mehr zu überhören, wie dies bei der in Sachen Pensionsreform, Generationenfrage, Abfangjäger oder Steuerreform passiert ist", so Glawischnig weiter. "Das Hörgerät könnte helfen, den Sorgen von Menschen, die die Sinnhaftigkeit der jüngsten Pensionsreform bezweifeln, von Müttern und Vätern, die seit Jahrzehnten fehlende Kinderbetreuungseinrichtungen beklagen oder den Hilferufen junger Menschen, die unter der dramatisch steigenden Jugendarbeitslosigkeit leiden, auch in der Regierung wieder einen Stellenwert zu geben", so Glawischnig.

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