Kärntner Vorstoß für menschenwürdiges Altern

LH Haider und StS Haubner wollen Pilotprojekt zu "Alt werden zu Hause" starten - Bestmögliche Versorgung in heimischer Umgebung soll ermöglicht werden

Klagenfurt (LPD) - Kärnten habe im Bereich der Altenpflege im Gegensatz zu Wien ein attraktives Konzept entwickelt, welches den Menschen in den Mittelpunkt stelle, meinte heute, Samstag, Landeshauptmann Jörg Haider in Bezug auf den Pflegeskandal im Geriatriezentrum "Am Wienerwald" (ehemals Pflegeheim Lainz). Haider verwies in diesem Zusammenhang auf die Reihe von dezentralen Pflegeheimen, die das Land derzeit mit großem Aufwand in allen Bezirken errichte sowie auf seine Initiative "Alt werden zu Hause".

Dem Landeshauptmann gehe es darum, wesentliche Weichenstellungen zu setzen, um den Menschen ein Altern unter menschenwürdigen Bedingungen zu sichern. Daher sollen vor allem die Voraussetzungen für betreuende Familienmitglieder verbessert werden. In diesem Sinne sei der Bund gefordert, deren sozial- und arbeitsrechtliche Stellung zu regeln, betonte Haider. Die Familien dürften keine Nachteile bei Entschädigungen für die Pflegetätigkeit sowie beim Aufbau der eigenen Pensionen erfahren, strich er weiters hervor.

Kärnten betreibe in diese Richtung einen innovativen Vorstoß, der für die anderen Bundesländer Vorbildwirkung haben sollte, meinte der Landeshauptmann. Unterstützung komme dabei von Sozialstaatssekretärin Ursula Haubner. Gemeinsam mit Haubner werde das Land Kärnten in den nächsten Tagen ein Pilotprojekt zur Erprobung der Altenpflege im Familienverband nach dem Muster von "Alt werden zu Hause" starten. In dieses Konzept sollen auch die örtlichen Gemeinschaften eingebunden werden, sagte Haider.

Wie bereits berichtet, wurde das Konzept für "Alt werden zu Hause" von Haider und dem Kärntner Seniorenbeauftragten Peter Harring entwickelt. Es sieht vor, dass ältere Menschen in ihrer vertrauten heimischen Umgebung eine bestmögliche Versorgung bekommen. Damit soll den Pflegebedürftigen ein Übersiedeln in ein Heim oder Spital erspart werden. Möglich machen soll das eine enge Kooperation zwischen niedergelassenen Ärzten, Pflegepersonal und betreuenden Angehörigen. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Kärntner Landesregierung
Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-22 852
http://www.ktn.gv.at/index.html

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NKL0001