Neuester Pflegeskandal Lainz weitet sich auf alle Bundesländer österreichweit aus!

Wien (OTS) - Aus Fehlern nichts gelernt. Der Vorsitzender der Sektion 9 GÖD Gesundheits- und Sozialberufe Johann Hable kritisiert den Ärzte Gesetzentwurf des Gesundheitsministerium wonach die Qualitätsstandards in Alten und Pflegeheimen und in der Hauskrankenpflege (extramorale Versorgung) dramatisch herabgesetzt werden.

Dipl. Gesundheits- und Krankenpfleger und Schwestern sollen durch billigere, weniger gut ausgebildete Personen bzw. durch Nachbarschaftshilfe ersetzt werden; Hable: "Ein Skandal gegenüber der älteren Generation und chronisch Kranken die zu Menschen 2. Klasse herabgestuft werden".

Der Gesetzesentwurf sieht vor (Begutachtungsfrist ende Freitag 5.9.2003 Ärztegesetz). Ärztegesetz § 49, Abs. 7

Der Arzt kann im Einzelfall insbesondere in Rahmen von Hausbesuchen und der extramoralen Versorgung, ärztliche Tätigkeiten an Angehörigen des Patienten, Nachbarn oder Personen, unter deren Obhut der Patient steht, übertragen, sofern der Patient in seiner gewähnten Umgebung versorgt werden kann. Zuvor hat sich der Arzt zu vergewissern, dass die Person, an die die Übertragung erfolgen soll, über die erforderlichen Kenntnisse und Fertigkeiten verfügt und dieser die allenfalls erforderlichen Anleitung und Unterweisung zu erteilen.

Die Österreichische Ärztekammer die dieses Gesetze mit den Ministerium verhandelt hat, hat sich wahrscheinlich über den Tisch ziehen lassen, denn die Mehrzahl der praktischen Ärzte bzw. der Ärzte in der medizinischen Hauskrankenpflege sind gegen diese Verschlechterung.

Bundessektion Vorsitzender Johann Hable fordert daher:

1.) Rücknahme des § 49, Abs. 7 des Ärztegesetzes.

2.) Das diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegepersonal mit einen hohen Ausbildungsstandart (4.200 Stunden Ausbildungszeit) muss weiterhin Hauptverantwortung bei ärztlichen Anordnungen übernehmen. 3.) Keine ärztliche Tätigkeiten (wie z.B. Medikamentenverabreichung, Spritzen geben, u.s.w.) an Angehörige, Nachbarn oder sonstige Personen delegieren. Die Folge wäre ein unzumutbarer Belastungsdruck auf Angehörige und Nachbarn. 4.) Arzt und Pflegepersonal müssen so wie bisher uneingeschränkt zusammen arbeiten können.

Mit dem Leben der Menschen ist nicht zu spaßen. Aus Kostengründen der Kranken und deren Angehörige die medizinischen Verantwortung aufzubürgen ist unmenschlich und wird striktens abgelehnt.

Rückfragen & Kontakt:

Johann Hable
Vors. Sektion 9 GÖD
Tel: 0664/ 24 35 335

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