• 05.09.2003, 10:00:00
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Ungarns historische Weinregionen Bükkalja

Wien (OTS) - Die nordungarische Weinbauregion liegt südlich der
Stadt Miskolc an den geschützten Südhängen des Bükk-Gebirges und ist
im Grunde die Fortsetzung des Weinanbaugebietes von Eger.
Charakteristisch ist der kalkhaltige Lehmboden und seine Lößauflage.

Die einst traditionsreiche Region verlor lange Zeit ihre
Selbständigkeit zugunsten von Eger und konnte sich erst in den
letzten Jahren wieder als eigenständiges Anbaugebiet etablieren. Die
Hauptsorten der Weinregion Bükkalja sind Welschriesling,
Mädchentraube und Riesling-Sylvaner, die sich auch hervorragend als
Grundlagenwein zur Sektherstellung eignen. Typisch im Geschmack ist
der Welschriesling aus Bogács mit strohgelber Farbe und reinem,
neutralen Bouquet mit leicht mineralischem Charakter. Er ist trocken
und weist markante Säuren auf.

Touristisch hat die Region ebenso außergewöhnliches zu bieten wie
hinsichtlich des charakteristischen Weines. Die Stadt Miskolc ist ein
kulturelles Zentrum ersten Ranges, dessen Bartók & Mozart
Operfestival Anfang Juni zu den europäischen Veranstaltungen auf
höchstem Niveau zählen, aber auch die anderen hochrangigen Festivals
rund ums Jahr müssen keinen internationalen Vergleich scheuen. Das
Nationaltheater der Stadt wurde 1823 als erstes festes Theatergebäude
Ungarns errichtet, das nahe Schauspielmuseum erzählt die Geschichte
des Hauses und der Entwicklung des Theaters in Ungarn. Ein
historisches Kleinod ist auch das religionsgeschichtliche Museum in
der Ungarischen Orthodoxen Kirche mit der Schwarzen Madonna von
Kasan, einem Geschenk von Zarin Katharina II. Die Burg Diósgyör hoch
über der Stadt stammt aus dem 12. Jh. und ist jeden Sommer
Veranstaltungsort historischer Burgspiele. Miskolc ist auch ein
bedeutender Heilkurort, dessen Höhlenbad in Miskolctapolca Weltruhm
genießt.
Ein Naturdenkmal der Extraklasse ist auch das Bükk-Gebirge, das
43.200 Hektar umfaßt und seit 1976 als Nationalpark zur Gänze unter
Naturschutz steht. Seine Besonderheit liegt in den geologischen
Gegebenheiten, seinen vielschichtigen Meeresablagerungen aus
verschiedenen Epochen der Erdgeschichte, die unterschiedlichste
Gesteinszusammensetzungen hervorbrachten. Entsprechend vielfältig ist
auch die Oberflächenbeschaffenheit, was wieder besondere Mikroklimate
erzeugt, in denen sich verschiedenartige Ökosysteme ausgebildet, aber
auch zahlreiche Relikte aus früheren erdgeschichtlichen Zeitaltern
erhalten haben.

Die nahezu unberührte und weitgehend undurchdringliche
Waldlandschaft wird von zahlreichen Flüssen und Bächen durchzogen und
bietet seltenen Pflanzen- und Tierarten einen ungestörten Lebensraum.
Botanische Raritäten sind die Felsenbuchenwälder an den steilen
Dolomitfelsen, aber auch zwei der seltensten Orchideenarten, die
Silberkerze und der Nordische Drachenkopf, eiszeitliche Relikte, die
in Ungarn ausschließlich hier zu finden sind.

Unter den über 22.000 Tierarten besonders markant sind die
verschiedenen Raubvögel, aber auch der Langflügelfledermaus, die in
weiten Teilen Europas bereits vom Aussterben bedroht ist, hier jedoch
in den riesigen Karsthöhlen noch in großen Kolonien vorkommt. Der
Karst des Nationalparks hat nicht nur über 850 Höhlen entstehen
lassen, sondern auch Kalktuff-Formationen, die bizarre Hindernisse in
den Flußbetten und spektakuläre Wasserfälle bilden.
Durch den Nationalpark führen zahlreiche Wander-, Fahrrad- und
Mountainbikewege sowie Waldlehrpfade, unter anderem zum berühmten
Lipizzanergestüt von Szilvásvárad auf einem Hochplateau des
Gebirgszuges.

Informationen: Tourinform-Büro. H-3530 Miskolc, Mindszent tér 1.
Tel./Fax 0036/46/348921, mailto:borsod-m@tourinform.hu

OTS0050    2003-09-05/10:00

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | HUN

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