"Neues Volksblatt" Kommentar: "Verdummung" (Von Walter Salzmann)

Ausgabe vom 5. September 2003

LINZ (OTS) - =

Genossen und - überraschenderweise - auch
Freiheitliche entpuppen sich in seltsamem Gleichklang als Hüter einer Verstaatlichten-Philosophie, die sich längst als unbrauchbar und arbeitsplatzvernichtend herausgestellt hat. Verschuldung und Niedergang der alten Verstaatlichten, des Konsum oder des VorwärtsVerlages stehen als Paradebeispiele alt-sozialistischer Pleitepolitik. Vergessen wird von den jetzigen Verfechtern des Staatseinflusses, dass etwa der Höhenflug der Voest erst mit der Loslösung der Unternehmensführung von politischen Vorgaben und Einflussnahmen möglich geworden ist.
Bedenklicher als der infantile Streit über die Verbindlichkeit von Ministerratsbeschlüssen oder Entschließungen ist somit der Versuch von SPÖ und FPÖ, altsozialistische Ideologie als Garantie für Arbeitsplätze und unternehmerischen Erfolg zu verkaufen. Hier greift eine Volksverdummungsstrategie um sich, die ihresgleichen sucht.Von einer SPÖ als Oppositionspartei ist man Derartiges gewöhnt. Von der FPÖ als Regierungspartei ist man überrascht: Sie setzt unter der Regie von Jörg Haider ihre Selbstbeschädigung ohne Rücksicht auf Verluste fort.

Rückfragen & Kontakt:

Neues Volksblatt
Chefredaktion
Tel. 0732/7606 DW 782
volksblatt@volksblatt.at
http://www.volksblatt.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVB0001