OSCE Konferenz gegen Rassismus, Xenophobie und Diskriminierung

Wien (OTS) - 380 Teilnehmer aus 55 Ländern sind im Konferenzsaal der Hofburg zu einer hoch brisanten Konferenz zusammen getroffen. Außenministerin Ferrero-Waldner betonte in ihrer Eröffnungsrede die Wichtigkeit dieser Konferenz und den hohen Stellenwert , den der Kampf gegen Rassismus, Xenophobie und Diskriminierung in der österreichischen Politik einnehmen.

Als Vorbild für alle Teilnehmer präsentierte sich jedoch ein Vertreter der Delegation aus Usbekistan. So berichtete er in einer Wortmeldung, dass es keinen Fremdenhass in seinem Lande gäbe, sowie Förderungen und Unterstützung für alle Minderheiten, Respekt und Toleranz seien selbstverständlich.

Etwas weniger dick trug der Sprecher der Ukraine auf und wurde prompt von einem jüdischen NGO-Vertreter seines Landes auf gravierende Verstöße und Mängel hingewiesen.

Niemand widersprach hingegen Manfred Wirtitsch, Direktor der Abteilung für politische Erziehung (Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur). Er präsentierte ebenfalls eine "Heile Welt Theorie" hinsichtlich Toleranzerziehung in Österreichs Schulen.

FOREF (Forum Religionsfreiheit) -Pressesprecher Günther Ahmed Rusznak kommentierte die Rede des Herrn Wirtitsch kritisch: "Obwohl es tatsächlich hinsichtlich Toleranzerziehung Fortschritte gibt, sind wir noch meilenweit von befriedigenden Ergebnissen entfernt. Diskriminierendes Lehrmaterial kursiert noch immer in den Schulen. Z.B. werden österreichweit nicht weniger als 44 diskriminierende Antisektenfilme im Unterricht verwendet. Auch ist die Linzer Sekten CD-ROM noch immer im Schul-Intranet online, in der nicht nur über 350 religiöse Minderheiten, sondern sogar staatlich anerkannte Religionsgemeinschaften, wie der Islam diffamiert werden." Schmerzlich vermisste Rusznak daher auch die Anwesenheit von Vertretern der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich bei der Konferenz, ging es doch großteils in den Referaten um den Islam und das Zusammenleben mit muslimischen Minderheiten.

FOREF Initiator Peter Zöhrer bringt die Sache auf den Punkt:
"Religiöse Intoleranz jedweder Form ist nichts anderes als subtiler Rassismus und Xenophobie - die Angst vor dem Fremden!"

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