Sportstaatssekretär Schweitzer: Evaluierungssystem für Spitzensportförderungen

Finanzielle Unterstützung alleine reicht nicht aus

Wien (OTS) - Im Rahmen der heutigen Pressekonferenz im Haus des Sports präsentierte der Staatssekretär für Sport Mag. Karl Schweitzer die aktuellsten Zahlen der heimischen Spitzensportförderung.

In der gestrigen 3. Quartalssitzung von Top Sport Austria wurden weitere 123.000,- Euro vergeben. Damit wurden durch Top Sport Austria fast die gesamten zur Verfügung stehenden Förderungsmittel für das Jahr 2003 ausgeschöpft.

Insgesamt konnten für den Spitzensport für das Jahr 2003 von Top Sport Austria 691.000,- Euro und für "Athen 2004" 1.000.000,- Euro zur Verfügung gestellt werden, freute sich Staatssekretär Schweitzer. Bis zum heutigen Datum seien, so Schweitzer weiter, für den Spitzensport insgesamt 688.059,- Euro und für "Athen 2004" 791.075,-Euro vergeben worden. Top Sport Austria arbeite nun unter der Geschäftsführung von Mag. Matthias Bogner äußerst rasch und effizient und in Hinkunft kämen die geförderten Athletinnen und Athleten aus dem Spitzensport rasch und unbürokratisch zu ihren Förderungen, so der Staatssekretär.

"Wir konnten im Jahr 2003 insgesamt 171 Athleten von 23 Bundes-Fachverbänden in einer Gesamthöhe von 1.479.134,- Euro fördern. Mir ist es wichtig, der Öffentlichkeit zu zeigen, dass die Sportpolitik sehr viel getan hat, um die Grundlagen für die Erfolge der österreichischen Spitzensportlerinnen und -sportler zu schaffen", erklärte Schweitzer und nannte einige Beispiele: Im Jahr 2003 bekamen der österreichische Schwimmverband 131.100,- Euro, der Fechtverband 124.000,- Euro, der Segelverband 110.800,- Euro, der Tischtennisverband 101.000,- Euro und der Handballbund 100.000,-Euro.

"Für das Jahr 2004 haben wir bereits Förderungen für den Spitzensport in der Höhe von 43.500,- Euro und für das Förderprogramm "Athen 2004" 401.175,- Euro fixiert", so der Staatssekretär. Hier würden bereits 60 Athleten von 13 Bundesfachverbänden unterstützt.

Die genehmigten Förderungsinhalte bilden ein breites Spektrum, wie Trainingsaufenthalte mit speziellen Schwerpunkten, spezielle Betreuungs- und Sportmaterialanschaffungskosten, sportwissenschaftliche und sportmedizinische Betreuung, regenerative Maßnahmen sowie diverse leistungssportspezifische Miet- und Leihgebühren, erläuterte der Staatssekretär.

Die Rolle der Spitzensportförderung sieht der Staatssekretär aber nicht nur darin, dem Leistungssport eine finanzielle Unterstützung zu geben, sondern viel mehr auch darin, zukünftig an einem spezifischen österreichischen Evaluierungssystem für den Leistungssport zu arbeiten. In Zusammenarbeit mit dem sportwissenschaftlichen Pool werde man sich sowohl die Verbandsarbeit als auch die Arbeit der einzelnen Athleten genau ansehen, um feststellen zu können, ob die Förderungsgelder auch entsprechend sinnvoll eingesetzt werden. Bis heute sei, so Schweitzer, ein Defizit vorhanden, welches es zu beheben gelte. Ausdrücklich betonte er dabei, dass es ihm nicht darum gehe, Verbände oder Athleten an den Pranger zu stellen, sondern vielmehr darum, Problemfelder zu erkennen, Synergien effizienter zu nutzen und optimale Rahmenbedingungen zu schaffen, um in der Folge bessere Ergebnisse im Spitzensport erzielen zu können.

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