Haubner: Alle rechtlichen Schritte für ein gentechnikfreies Oberösterreich setzen!

Gentechnikverbot für Wahlfreiheit der Konsumenten unabdingbar

Wien (BMSG/OTS) - "Die Europäische Kommission bedroht mit ihrer Entscheidung, dem oberösterreichischen Gentechnikverbotsgesetz die Zustimmung zu verweigern, nicht nur die biologische und die konventionelle Landwirtschaft, sie stellt damit auch die Wahlfreiheit der Konsumentinnen und Konsumenten in Frage", nimmt heute Konsumentenschutz-Staatssekretärin Ursula Haubner aus aktuellem Anlass zu Ankündigungen aus Brüssel Stellung.

Bekanntlich reagierte Oberösterreich im Jahr 2001 auf die unerlaubten Freisetzungen von gentechnisch verändertem Maissaatgut mit dem Oö. Gentechnik-Verbotsgesetz. Dessen Ziel ist es insbesondere, den Anbau von gentechnisch verändertem Saat- und Pflanzgut zu verhindern. Oberösterreich sollte damit zur gentechnikfreien Zone werden.

Aufgrund der kleinstrukturierten heimischen Landwirtschaft ist es nur bei einem großflächigem Verbot des Einsatzes von gentechnisch veränderten Organismen möglich, etwaige schädliche Auswirkungen auf die Biodiversität zu verhindern. Denn die Wissenschaft ist sich hinsichtlich der Risiken betreffend der Gentechnologie noch nicht einig.

Wird das EU-Moratorium nun durch den Druck der USA plötzlich aufgehoben, ist mit Freisetzungen von gentechnisch veränderten Saatgut auf Österreichs Feldern zu rechnen. Durch die Ankündigung der Europäischen Union, das oberösterreichische Gentechnik-Verbotsgesetz nicht zu notifizieren, gibt es derzeit für die biologischen und konventionell gentechnikfrei wirtschaftenden Betriebe keinerlei Schutz.

"Ich fordere daher den für das Oö.Gentechnik-Verbotsgesetz zuständigen Landeshauptmann und Agrarreferenten Dr. Josef Pühringer auf, alle möglichen Hebel zur Durchsetzung einer gentechnikfreien Zone Oberösterreich in Bewegung zu setzen.

Auch ich als Konsumentenschutzstaatssekretärin werde mich im Rahmen meiner Möglichkeiten dafür einsetzen. Solange nicht alle mit der Gentechnik in der Landwirtschaft verbundenen Risiken geklärt sind, muss es zum Schutz der Landwirtschaft und der Konsumenten Schutz durch die Schaffung einer Gentechnikfreie Zone geben," führt Haubner abschließend aus. (Schluss) bxf

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