Keck: "voestalpine wird aus egoistischen Gründen verkauft"

Wien (SK) "Für den Verkauf der voestalpine gibt es keinen einzigen sachlichen Grund, nur egoistische", kritisierte SPÖ-Abgeordneter Dietmar Keck am Dienstag im Nationalrat anlässlich einer dringlichen Anfrage der SPÖ zum Thema "Freunderlwirtschaft statt Wirtschaftspolitik am Beispiel von ÖIAG und voestalpine". Für den Verkauf gäbe es weder betriebs- noch volkswirtschaftliche Gründe, so Keck weiter. Die SPÖ brachte einen Entschließungsantrag ein, mit dem sie die Bundesregierung auffordert, auf die vollständige Privatisierung der voestalpine AG zu verzichten. Finanzminister Grasser sei nicht der Eigentümer der voestalpine, sondern der Eigentümervertreter, Eigentümer seien die Österreicher und Österreicherinnen, stellte Keck klar. Dem Finanzminister empfahl Keck, sich in die Privatwirtschaft zu verabschieden. *****

"Beachten Sie, was die überwältigende Mehrheit will", so Keck in Richtung Bundesregierung. "25 Prozent plus 1 Aktie sollen öffentliches Eigentum bleiben", forderte der SPÖ-Abgeordnete. "Der Finanzminister versteht seine Rolle falsch, er ist kein Aktienhändler, dem die Österreicher ihr Geld anvertraut haben", betonte Keck. Grasser missverstehe sein Geschäft, seine Bilanz im Hohen Haus sei ziemlich armselig, Grasser soll sich in die Privatwirtschaft verabschieden, forderte Keck.

"Die Menschen haben Angst vor der Zukunft, Angst um ihre Familien und Angst um ihre Arbeitsplätze", unterstrich Keck und forderte die Bundesregierung auf, die vollständige Privatisierung der voestalpine zu stoppen. Der Entschließungsantrag von Gusenbauer, Verzetnitsch, Keck, Dobnigg und GenossInnen beinhaltet die Forderung, 25 Prozent plus 1 Aktie in öffentlichem Eigentum zu halten, außerdem wird die Bundesregierung aufgefordert, vom jetzigen ÖIAG-Anteil in Höhe von 34,7 Prozent im Einvernehmen mit dem Vorstand und der Belegschaftsvertretung einen Anteil von ca. 9,5 Prozent an oberösterreichisch-österreichische Unternehmen bzw. in Form einer weiteren Mitarbeiterbeteiligung abzugeben.

"Österreich braucht eine voestalpine, wie sie jetzt vorhanden ist, sehen sie den anwesenden Voest-Mitarbeitern auf den Galerien bei der Abstimmung in die Augen", schloss Keck. (Schluss) sk

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