AKNÖ-Staudinger: Mehr Mittel für aktive Arbeitsmarktpolitik

Verantwortung der Politik darf nicht länger auf AMS abgewälzt werden

Wien (AKNÖ) – "Das AMS leistet hervorragende Arbeit, trotzdem kann nicht geleugnet werden, dass die Situation am Arbeitsmarkt immer prekärer wird", stellt der Präsident der AKNÖ, Josef Staudinger zu den jüngsten Zahlen der Arbeitslosenstatistik fest. Niederösterreichweit seien 34.242 Personen arbeitslos gemeldet, dazu kämen 4.944 Menschen, die sich gerade in Schulung befinden. Die Bemühungen des AMS seien deutlich zu sehen: "Ende August gab es um 764 Personen mehr, die sich in Schulung befinden, als im Vorjahr. Damit hat sich der Anstieg der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr merklich verlangsamt." Der Präsident kritisiert, dass die Verantwortung der Politik auf das AMS abgewälzt würde und warnt:
"Die Mittel, die dem AMS zur Verfügung stehen, reichen nicht aus um die hohe Arbeitslosigkeit zu bekämpfen. Obwohl die Arbeitsmarktrücklagen aufgelöst wurden, ist die Zahl der Arbeitslosen weiter gestiegen. Es wird Zeit, dass endlich Maßnahmen gesetzt werden, die diesem Kreislauf ein Ende setzen. Denn durch die bevorstehende Pensionsreform ist eine weitere Verschärfung am Arbeitsmarkt zu erwarten.

Die Zahl der arbeitslosen jungen Menschen sei ebenfalls besorgniserregend: In Niederösterreich waren Ende August in der Altersgruppe der 15 – 19jährigen 834 Personen und in der Gruppe der 19 – 25jährigen 4.878 Personen arbeitslos. Zusätzlich seien 1.532 Lehrlinge als lehrstellensuchend gemeldet. Staudinger schließt sich der Forderung an die Regierung nach einem Krisenplan an und fordert einmal mehr mehr Geld für den Kampf gegen die Arbeitslosigkeit sowie die Wiedereinführung der Lehrlingsstiftungen, die im Jahr 2000 abgeschafft wurden.
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