SP-Haider:AMS-Zahlen relativieren VP-Jubelmeldungen über sinkende Arbeitslosigkeit

Nur offensive Wirtschaftspolitik kann Arbeitslosigkeit wirksam bekämpfen

Mit der Jubelmeldung, die Arbeitslosigkeit in Oberösterreich sei um 8,7% gesunken, geht derzeit wieder einmal die ÖVP hausieren. Bei näherer Betrachtung zeigen Zahlen des AMS Oberösterreich jedoch ein anderes Bild und das beweist einmal mehr, wie einseitig solche Statistiken von LH Pühringer und der ÖVP interpretiert werden" kritisiert LH-Stv. Erich Haider und fordert: "Die ÖVP soll endlich mit ihrer Schönfärberei Schluss machen und für eine offensive Arbeitsmarkt- und Wirtschaftspolitik sorgen, um die Arbeitslosigkeit nachhaltig und wirksam zu bekämpfen".

In Oberösterreich gab es mit Ende August 2003 insgesamt 21.745 vorgemerkte Arbeitslose, was zwar gegenüber dem August des Vorjahres einem Minus von 8, 7% entspricht. Berücksichtigt man aber auch die Zahl jener Arbeitslosen, die sich in Schulungsmaßnahmen befinden, so ist die Statistik weit weniger erfreulich. Rechnet man nämlich diese Schulungsteilnehmer zu den vorgemerkten Arbeitslosen dazu, so waren es im August insgesamt 28.295 Arbeitslose im Vergleich zu 29.682 im August 2002. So gesehen ist die Zahl der Arbeitslosen im August-Vergleich lediglich um 4,6% gesunken und im Vergleich zum Juli 2003 sogar gestiegen (27.985 Arbeitslose und Schulungsteilnehmer). "Diese vielen Schulungsteilnehmer, die sich praktisch in der Warteschleife befinden, brauchen ebenfalls einen Job und sind oft seit längerer Zeit von Arbeitslosigkeit betroffen. Sie einfach zu ignorieren ist grob fahrlässig", so Haider.

"Vor allem den jungen Frauen und Männern werden durch das Fehlen von Arbeitsplätzen ihre Zukunftschancen gestohlen", kritisiert Erich Haider und zeigt auf, dass die Jugendarbeitslosigkeit sogar um 0,1% gestiegen ist, was die ÖVP ebenso verschweigt, wie die hohe Sockelarbeitslosigkeit in Oberösterreich. Rechnet man bei den 15 bis 24-jährigen ebenfalls alle jene dazu, die sich derzeit in Schulungsmaßnahmen befinden, so ist die Arbeitslosigkeit in dieser Altersgruppe sogar um 3,6% gestiegen.

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