Schüssel: voestalpine wird sich als Leitbetrieb weiterhin bewähren

Wien (OTS) - Bundeskanzler Wolfgang Schüssel nahm heute nach dem Ministerrat zur Privatisierung der voestalpine Stellung: "Seit Bekanntgabe des Regierungsprogramms, das eine hundertprozentige Privatisierung vorsieht, ist ein deutlicher Anstieg der Aktienkurse zu verzeichnen. Wir liegen heute bei über 36 Euro pro Aktie. Das ist ein sichtbarer Erfolg für die Qualität dieses Unternehmens", betonte Schüssel und verwies darauf, dass Anfang des Jahres der Aktienkurs noch 20 Euro betragen habe. Der Bundeskanzler hob auch auf die Dividendenentwicklung des Unternehmens hervor. So hat die ÖIAG von der voestalpine in den vergangenen sieben Jahren 111 Millionen Euro an Dividenden bekommen. "Durch den Verkauf der ÖIAG-Anteile rechnen wir mit Einnahmen von 440 Millionen Euro. Das ist zwar nicht der bestmögliche Preis, weil wir strategische Investoren ausgeschlossen haben. Ich glaube aber, dass dieser Weg absolut sinnvoll ist", so Schüssel.

Bundeskanzler Schüssel wies auch darauf hin, dass der Anteil von stabilen österreichischen Aktionären bereits 36% beträgt. Dies beinhalte nicht die von der ÖIAG gehaltenen Anteile. Bereits frühere Regierungen hätten 63% der staatlichen Unternehmensanteile an der voestalpine verkauft, so Schüssel. "Durch diese Abgabe haben wir einen starke Mitarbeiterbeteiligung von etwa 6%. Dazu kommen Kleinaktionäre und institutionelle Anleger in der Höhe von etwa 26%", betonte Schüssel. " Der Verkauf der ÖIAG-Anteile an institutionelle und Kleinanleger und durch die Begabe als Wandelanleihe sichert unsere Zielen. Diese sind die langfristige Sicherung des Unternehmensstandortes, die Erhaltung der Forschungsaktivität und Entscheidungszentrale in Österreich sowie die Verbesserung der Arbeitsplatzperspektive. Dadurch können wir davon ausgehen, dass die vorgegebenen Ziele auch erfüllt werden", so Schüssel.

Der Bundeskanzler hob klar hervor, dass das Regierungsbeschluss zur Privatisierung der voestalpine Auftrag aber nicht die Durchführung bedeute. Die Umsetzung liege allein bei der ÖIAG. Der Privatisierungsauftrag der Bundesregierung wurde im April 2003 gefasst und am 25. Juni 2003 konkretisiert. "In unserem Interesse liegt, dass die Privatisierung den EU-Regeln entspricht, jedoch auch die Interessen der Belegschaft, der Kunden und des Zusammenhalts der voestalpine berücksichtigt werden. Die gesamtösterreichische Perspektive muss gewahrt werden. Ich bin davon überzeugt, dass die voestalpine österreichisch bleibt und sich als Leitbetrieb absolut bewähren wird", so Schüssel.

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