Berger: voestalpine-Privatisierung schadet Österreichs Ruf in Europa

Wien (SK) "Die ÖVP ist offenbar nicht nur entschlossen, die Privatisierung der voestalpine gegen alle Widerstände und gegen jede wirtschaftliche Vernunft durchzupeitschen, sondern duldet auch, dass dabei gegen EU-Regeln verstoßen wird. Österreichische Geheimtreffen mit anschließenden Dementis, Absagen und Umbenennung in angebliche Informationsgespräche hinterlassen in EU-Kreisen jedenfalls einen verheerenden Eindruck", übt Maria Berger, oberösterreichische SPÖ-Europaabgeordnete, scharfe Kritik an den derzeitigen Vorgängen rund um die voestalpine. ****

Ein Verkauf über die Börse bedeute nun einmal, dass sowohl inländische als auch ausländische Interessenten zum Zug kommen können. Berger: "Ein Rosinenpicken hinter verschlossenen Türen ist jedenfalls keine EU-konforme Vorgangsweise. Österreich erweckt damit auch nicht den Eindruck einer entwickelten Volkswirtschaft, sondern präsentiert sich als ein Land, das als Finanz- und Börseplatz nicht ernst zu nehmen ist."

Abschließend appelliert Berger an die Bundesregierung, "keine weiteren Versuche zu unternehmen, um krampfhaft einen 'Börsegang auf Österreichisch' zu erzwingen". Stattdessen, so die Europaabgeordnete, solle "die Privatisierung abgesagt und dem Unternehmen weiterer Schaden erspart werden". (Schluss) wf/mm

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