Handymasten: Kabas fordert Bauordnungsnovelle für ein Mitspracherecht der Mieter

Hamburger Urteil sollte für die Beschwichtigungshofräte im Rathaus ein deutlicher Fingerzeig sein

Wien, 02.09.03 (fpd) - Das aufsehenerregende Urteil des Hamburger Verwaltungsgerichtes, das die Installation eines UMTS-Mastes auf dem Dach eines Hauses stoppte, nahm der Obmann der Wiener Freiheitlichen Mag. Hilmar Kabas zum Anlass für einen neuerlichen Vorstoß zur Änderung der Wiener Bauordnung in Richtung eines Mitspracherechtes betroffener Mieter bei der Errichtung von Mobilfunk-Masten.

Die deutsche Justiz pflege seit einiger Zeit einen deutlich sensibleren Umgang mit der Mobilfunk-Problematik und tendiere mehr und mehr zu der Rechtsansicht, wonach ALLE Mieter eines Hauses mit der Installation eines Handy-Mastes einverstanden sein müssen, so lange nicht erwiesen ist, dass auch die athermischen Auswirkungen der Mobilfunkstrahlung nicht gesundheitsgefährdend sind.

Auch ein Münchner Urteil, das einer Mieterin, die ihre Gesundheit durch eine Mobilfunkantenne gefährdet sah, eine Zinssenkung von 20% zugestand, weise in diese Richtung. Kabas begrüßte diese Entwicklung und mahnte in diesem Zusammenhang eine entsprechende Reaktion seitens der Wiener Stadtregierung ein.

Um ähnliche Rechtsstreitigkeiten und die dadurch entstehenden Kosten in der Bundeshauptstadt zu vermeiden, müsse die Wiener Bauordnung so rasch als möglich dahingehend geändert werden, dass Mieter zukünftig ein verankertes Mitspracherecht bei der Errichtung von Mobilfunk-Masten habe. Entsprechende Vorstöße der Freiheitlichen seien in den letzten Jahren von der SPÖ leider stets abgewürgt worden.

Auch wenn die Beschwichtigungshofräte des Rathauses gebetsmühlartig erklären, dass Mobilfunkstrahlung nicht gesundheitsgefährdend sei, dürfe nicht außer Acht gelassen werden, dass namhafte Ärzte eindringlich vor den noch nicht ausreichend erforschten athermischen Auswirkungen gepulster Strahlungen auf den menschlichen Körper warnen. Die Stadt Wien sollte diese Warnungen nicht weiter leichtfertig in den Wind schlagen, forderte Kabas abschließend. (Schluß)am

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