"Eine geteilte Welt - Machtpolitik und Wohlfahrtsdenken im 21. Jahrhundert"

Präsident Leitl zum neuen Sachbuch von Botschafter Wendelin Ettmayer - Wechselseitige Verstärkung von Wirtschaft und Diplomatie bringt Erfolge

Wien (PWK567) - "Auch kleine Länder wie Österreich können international erfolgreich sein, wenn sie dazu beitragen, Brücken über Gräben zu bauen, die oft andere gezogen haben. Die Werkzeuge, etwas zu bewirken, sind Diplomatie und Wirtschaft, die einander im Idealfall unterstützen und verstärken", erklärte Wirtschaftskammer-und Eurochambres-Präsident Christoph Leitl Montag Abend anlässlich der Präsentation des Buches "Eine geteilte Welt - Machtpolitik und Wohlfahrtsdenken in den internationalen Beziehungen des 21. Jahrhunderts" von Wendelin Ettmayer im Haus der Wirtschaft.

"Das vom österreichischen Botschafter in Ottawa verfasste Sachbuch ist ein wichtiger Beitrag, die Stellung Österreichs in einer globalisierten Welt besser zu verstehen. Dabei war es immer Ettmayers Markenzeichen, die Diplomatie gekonnt als Kontaktverstärker für die Wirtschaft einzusetzen", lobte Leitl die politische und diplomatische Erfahrung des aus Oberösterreich stammenden Autors.

"Das wirtschaftliche Ansehen ist ein wichtiger Faktor für die Stellung eines Landes im internationalen Machtgefüge", betonte Ettmayer, der in seinem Buch in elf Thesen Antworten auf drei grundlegende Fragen (Wie weit stimmt die Wirklichkeit der internationalen Beziehungen mit dem überein, was auf Schulen und Universitäten gelehrt wird? Wo liegen die großen Ungleichgewichte in den internationalen Beziehungen? Was sind die neuen Schwerpunkte einer modernen Außenpolitik?) zu geben versucht. Eine dieser Thesen geht davon aus, dass Außenpolitik in der herrschenden Lehre traditionell mit militärischer Macht verbunden wird. Tatsächlich gelte dies, so Ettmayer, nur mehr für einen Teil der Staaten: "Für die westlichen Wohlfahrtsstaaten wurde der Krieg zur Durchsetzung nationaler ziele denkunmöglich".

In einer Welt, in der auch die Förderung der persönlichen Wohlfahrt der Bürger - von der Förderung der Lebensqualität durch Wirtschaftsgemeinschaften bis hin zum Schutz der Frauen, der Kinder und der Umwelt - ein wesentliches Ziel der internationalen Beziehungen geworden ist, könnten kleinere und mittlere Staaten wie Österreich aktiver mitwirken als früher. "Die internationalen Beziehungen haben damit eine neue Dimension erfahren", unterstreicht der Autor.

Die Überwindung der großen wirtschaftlichen und sozialen Ungleichgewichte in der Welt, der Kampf gegen Armut, Hunger und Krankheiten, wurde ein wesentliches Anliegen der internationalen Diplomatie. Damit stelle sich, so Ettmayer, aber auch die Frage, warum Entwicklung so schwierig ist und das Ziel der Entwicklungsdekaden nicht erreicht wurde. (hp)

(Wendelin Ettmayer "Eine geteilte Welt - Machtpolitik und Wohlfahrtsdenken in den Internationalen Beziehungen des 21. Jahrhunderts", Trauner Verlag 2003, 224 Seiten, Pappband mit Farbprägung, ISBN 3-85487-460-X, 9,80 Euro). (hp)

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