Arbeitsmarkt: Bures kritisiert Bartensteins Schönfärberei der Rekordarbeitslosigkeit

Wien (SK) "Die Versuche von Arbeitsminister Bartenstein,
jeden neuen Rekordwert bei den Arbeitslosenzahlen schönzureden, sind nur schwer zu ertragen", sagte SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures nach der Bekanntgabe der Arbeitsmarktdaten für August. "Statt sich endlich wirkungsvolle Maßnahmen gegen die seit mehr als zwei Jahren steigende Arbeitslosigkeit zu überlegen, verwendet Bartenstein seine ganze Energie darauf, wie er die existenziellen Probleme von hundertausenden Arbeitsuchenden verharmlosen kann", kritisiert Bures am Dienstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ den Arbeitsminister, der sich in einer Aussendung über eine "weitere Abflachung des Anstiegs der Arbeitslosigkeit" freut. ****

Bures gibt zu bedenken, "dass die Regierung Schüssel absolut nichts gegen die ungebremst steigende Arbeitslosigkeit unternimmt. Monat für Monat erreicht die Arbeitslosigkeit neue Rekordwerte. Und der zuständige Minister redet abwechselnd davon, dass 'die Talsohle bereits durchschritten' sei, oder dass es eine 'Abflachung des Anstiegs' gebe". Ende August waren insgesamt 205.077 Personen arbeitslos gemeldet, dazu kommen rund 35.000 Personen, die sich in Schulungen befinden.

Für vordringlich hält die SPÖ eine rasche Steuerentlastung, um so der Wirtschaft die notwendigen Impulse zu geben. "Ohne Wachstum wird die Arbeitslosigkeit weiter steigen", warnt Bures. Außerdem fordert die SPÖ mehr Mittel für die Qualifizierung von Arbeitsuchenden.

Besonderes Augenmerk müsse auf die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit gelegt werden, betonte Bures. Hier wurden die stärksten Anstiege verzeichnet, bei den 15- bis 19-Jährigen um 7,2 Prozent und bei den 19- bis 25-Jährigen um 4,9 Prozent. Hier verweist Bures darauf, dass es bei Unternehmen, die Lehrlinge ausbilden, freie Kapazitäten für mehr als 1.000 Auszubildende gäbe. "Hier muss die Regierung die notwendigen Mittel bereitstellen, um der Jugend eine Chance zu geben", schloss Bures. (Schluss) wf

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