Arbeitslosigkeit stieg im August auf rund 205.000 -

Arbeitslosigkeit stieg um rund 5.400 oder 2,7 Prozent - Zunahmen vor allem im Dienstleistungsbereich - Durchschnittliche Dauer der Arbeitslosigkeit verkürzt

Wien (OTS) - Der Anstieg der Arbeitslosigkeit in Österreich setzte sich im August weiter fort. Insgesamt waren 205.077 Jobsuchende beim Arbeitsmarktservice (AMS) gemeldet, um 2,7 Prozent oder 5.393 Personen mehr als im August des Vorjahres. Gegenüber dem Vormonat nahm die Arbeitslosenzahl saisonal bedingt um 5.150 oder 2,6 % zu. Die Fortschreibung der nach EU-Kriterien ermittelten, saisonbereinigten Arbeitslosenquote ergab für August einen vorläufigen Wert von 4,5 % (nach 4,5 % im Vormonat und 4,3 % im August des Vorjahres). Die nach nationalen Kriterien errechnete Arbeitslosenquote stieg von 5,8 % im Vormonat auf 5,9 % und lag damit um 0,1 Prozentpunkte über dem August-Wert des Vorjahres.

Gegenüber dem Vorjahr gesunken ist die Dynamik am Arbeitsmarkt. Im August verzeichneten die regionalen Geschäftsstellen des AMS insgesamt 57.185 Zugänge (minus 3.821 oder 6,3 %) und 59.761 Abgänge (minus 740 oder 1,2 %) aus der Arbeitslosigkeit. Deutlich verkürzt werden konnte die Dauer der Arbeitslosigkeit: Im Durchschnitt war eine/e arbeitslose Person 106 Tage arbeitslos, das waren um sechs Tage weniger als im Vorjahr.

Vom Anstieg der Arbeitslosigkeit am stärksten betroffen war der Dienstleistungsbereich (plus 5.530 oder 5 %). Dort nahm die Arbeitslosigkeit vor allem in den Berufsgruppen Handel, Büro und Technik zu. In den Saisonberufen sank die Arbeitslosenzahl bei den Bauberufen (minus 243 oder 2,2 %) und stieg bei den Fremdenverkehrsberufen (plus 936 oder 5,7 %) und bei den land- und forstwirtschaftlichen Berufen (plus 152 oder 6,9 %). Zurückgegangen ist die Arbeitslosigkeit bei den Produktionsberufen (minus 1.037 oder 1,8 %). Davon haben vor allem Holz- und Metallberufe profitiert.

Nach Altersgruppen betrachtet stieg die Arbeitslosenzahl in allen drei großen Altersgruppen. Den relativ stärksten Anstieg gegenüber dem Vorjahr gab es bei den 15- bis unter 25jährigen (plus 2.194 oder 6,7 %). Bei den Personen im Haupterwerbsalter nahm die Arbeitslosenzahl um 2.851 oder 2,3 %, bei den über 50jährigen um 348 oder 0,8 % zu.

Vom Anstieg der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr waren nicht alle Bundesländer betroffen. Zurückgegangen ist die Arbeitslosigkeit in Oberösterreich (minus 2.070 oder 8,7 %), in Kärnten (minus 564 oder 4,7 %), in Niederösterreich (minus 349 oder 1 %) und in der Steiermark (minus 96 oder 0,3 %). Gestiegen ist die Arbeitslosigkeit in Wien (plus 6.640 oder 9,4 %), in Vorarlberg (plus 793 oder 12,1 %), in Tirol (plus 883 oder 9,3 %), in Salzburg (plus 137 oder 1,6 5) und im Burgenland (plus 19 oder 0,3 %).

Ende August gab es saisonal bedingt den größten Andrang am Lehrstellenmarkt. Beim AMS waren insgesamt 9.779 sofort verfügbare Lehrstellensuchende und 3.046 sofort besetzbare offene Lehrstellen gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Lehrstellensuchenden (plus 1.290 oder 15,2 %), die der offenen Lehrstellen ging um 206 oder 6,3 % zurück.

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