Der STANDARD-Bericht: Schüssel garantiert: Mehrheit der Voest bleibt in Österreich - Der Kanzler schließt im Standard-Interview Vorziehen der Steuerreform aus

Erscheinungstag 30.8.2003

Wien (OTS) - Wolfgang Schüssel verspricht im Standard-Interview, dass bei der Privatisierung der Voest "ein sehr starker oberösterreichischer Kern, eine Mitarbeiterbeteiligung und eine deutliche österreichische Mehrheit herauskommen" würden.

Den Zeitpunkt der Privatisierung der Voest hält Schüssel jetzt für ideal, "die Börse braucht dringend Material".

Dass mit dem Einstieg von Raiffeisen in die Voest aus einem ehemals roten Paradeunternehmen nun ein tiefschwarzes werden könnte, weist der Kanzler zurück. Oberösterreichs Landeshauptmann Josef Pühringer pocht erneut auf die Bildung eines heimischen Kernaktionärs mit mindestens 25 Prozent Anteil: "Wird dies nicht erfüllt, ist die Privatisierung abzubrechen."

Schüssel erklärte auch, dass für ihn ein Vorziehen der Steuerreform, wie es die FPÖ fordert, definitiv nicht infrage kommt -ebenso nicht die Abschaffung von Bagatellsteuern 2004. Es sei nicht gescheit, "einen großen Wurf salamiartig aufzusplittern".

Auf FP-Druck sei ohnedies die Steuerfreistellung kleiner Einkommen vorgezogen worden: "Ich glaube, dass die FPÖ lernen sollte, ihre eigenen Erfolge zu verkaufen."

Rückfragen & Kontakt:

Der Standard
Tel.: (01) 531 70/428

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PST0001