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Das ungarische Welterbe der UNESCO

Wien (OTS) - Als 1859 der Bau des ägyptischen Suez-Kanals begann, drohten über 2.000 Jahre Geschichte in den Fluten des Nasser-Stausees zu versinken, hätten sich nicht an die 50 Länder zusammengeschlossen, um die Felsentempelanlagen von Abu Simbel zu retten. Mehr als ein Jahrhundert später schlossen sich 1972 die Vereinigten Staaten und über 160 weitere Länder unter der Schirmherrschaft der UNESCO zu einer Konvention zum Schutz des weltweiten Kultur- und Naturerbes zusammen, die heute knapp 700 Objekte in über 120 Ländern betreut. In Ungarn sind es derzeit allein acht Projekte, die zum UNESCO Welterbe zählen, darunter auch Naturlandschaften.

Allen voran steht schon seit 1987 Budapest, deren unvergleichliches Donau-Panorama ebenso zum Welterbe zählt wie die mächtige Burg und das sie umgebende Burgviertel. Seit 2002 zählen hierzu auch Teile der Pester Altstadt rund um die Prachtavenue der Andrássy Straße mit der Millenniums U-Bahn, der ältesten Metro auf dem europäischen Kontinent, sowie dem angrenzenden jüdischen Viertel mit der Großen Synagoge.

Ebenfalls aus dem Mittelalter mit noch original erhaltenem Siedlungsbild stammt das nordungarische Dörfchen Hollókö im Zentrum des Palotzenlandes (ebenfalls 1987 aufgenommen). In der UNESCO-Liste aufgeführt sind das so genannte Altdorf und seine Umgebung. Dörfliches Leben und Brauchtum werden noch heute authentisch gepflegt.

Eine der schönsten Kulturerbestätten Ungarns ist die über tausendjährige Abtei von Pannonhalma (1996). Die im Jahr 1000 gegründete Benediktinerabtei ist bis heute geistiges und wirtschaftliches Zentrum der Region, Schul- und Bildungsstätte sowie Herberge einzigartiger Schätze wie etwa einer romanischen Krypta und einer wertvollen Bibliothek.

Eine der wohl bedeutendsten Stätten des Weltkulturerbes im Land der Magyaren sind die seit 2001 gelisteten altchristlichen Grabkammern von Sopianae in der südungarischen Stadt Pécs, deren besondere Bauweise und Frische der Fresken weltweit einzigartig sind. Zum Naturerbe Ungarns zählen auch unverwechselbare Landschaften, deren Erhalt der UNESCO diese hohe Auszeichnung wert ist: Die erste dieser unter Schutz gestellten Naturlandschaften ist der slowakische Karst mit den Höhlen von Aggtelek (1995) an der nordungarischen Grenze, deren unterirdisches System nachweislich seit Jahrtausenden besiedelt waren.

Erst 1999 wurde die letzte zusammenhängende Weide- und Salzsteppenlandschaft Europas, die Hortobágy-Puszta , unter Schutz gestellt. Wie vor Hunderten von Jahren ziehen die Hirten mit ihren Herden aus Pferden und alten Haustierrassen wie Graurindern oder Zackelschafen durch die endlose Weite karger Salzblumenböden, die nach jedem Regenguss zur blühenden Heide werden. 2001 dann wurde der Neusiedlersee als gemeinsames, grenzüberschreitendes Objekt "Kulturlandschaft Fertö" zwischen Ungarn und Österreich zum Welterbe erklärt. Der Steppensee und seine nächste Umgebung weißt eine einzigartige Pflanzen- und Tierwelt, ist für Tausende Zugvögel Zwischenstation auf ihrer Reise gen Süden.

Last, but not least: Die historische Weinregion des Tokajer Berglandes, offiziell geführt als "Kulturlandschaft Tokajer historisches Weinbaugebiet", beheimatet seit 450 Jahren den zu Weltrum gelangten edelsüßen Wein Tokajer Aszu. Zu seinen Kunden zählten im Laufe der Zeit die führenden Herrscher Europas - und der Papst (aufgenommen 2002).

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