Selbständigkeit und Kinderwunsch ermöglichen!

"Frau in der Wirtschaft" fordert Ende des Gießkannenprinzips bei Kinderbetreuung und steuerliche Absetzbarkeit von Haushaltshilfen für Unternehmerinnen

Wien (PWK559) - "Die Sozialpolitik vergisst generell auf die Frau als Unternehmerin. Das wird auch jetzt in der Debatte um einen Anspruch auf Teilzeit für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sichtbar!" so Sonja Zwazl, Bundesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft, Unternehmerin und selbst Mutter zweier Kinder. Sie fordert bessere Rahmenbedingungen bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf auch für Unternehmerinnen.

Anna-Maria Hochhauser, stv. Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich und in dieser Funktion auch zuständig für "Frau in der Wirtschaft" (FiW) der WKÖ, weist daher neuerlich mit Nachdruck auf den vor kurzem bei den Alpbacher Reformgesprächen von der Bundesvorsitzenden der Frau in der Wirtschaft , Sonja Zwazl, präsentierten Forderungskatalog zur Erleichterung der Kinderbetreuung bei Unternehmerinnen hin. "Das Gießkannenprinzip bei der Kinderbetreuung muss ein Ende finden und die individuelle Kinderbetreuung gefördert werden", so Hochhauser.

Als eine der notwendigsten Maßnahmen sieht Hochhauser die steuerliche Absetzbarkeit von Haushalts- und Betreuungshilfen. Schließlich habe sich die Situation von unternehmerisch tätigen Frauen in den vergangenen Jahren stark verändert. Der Prozentsatz von Jungunternehmerinnen bei den Gründerzahlen stieg in den letzten fünf Jahren von 27,1% (1997) auf 35,2% (2002). Die arbeitszeitliche Belastung der weiblichen Selbständigen ist ebenfalls stetig im Steigen begriffen. Die Kinderbetreuungspflichten, die an sich schon ein Problem darstellen können, werden in solchen Fällen zu fast unüberwindbaren Hürden. Hochhauser: "Gerade junge selbständige Frauen zögern daher oft, ihren Kinderwunsch Realität werden zu lassen."

Hochhauser verlangt in diesem Zusammenhang noch einmal die Umsetzung des Forderungskataloges von FiW , so wie ihn die NÖ-Wirtschaftskammer-Präsidentin Sonja Zwazl, Bundesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft, in Alpbach vorgestellt hat:

Steuerliche Absetzbarkeit der Kosten von Haushalts- und Betreuungshilfen

Flexiblere, bedarfsgerechtere Gestaltung der Öffnungszeiten der Kinderbetreuungseinrichtungen

Für Unternehmerinnen ist Höhe der Zuverdienstgrenze beim Kinderbetreuungsgeld gleichzusetzen mit der Höhe für Betriebsentnahmen. Eine vollständige Aufhebung der Zuverdienstgrenze ist im Interesse aller Frauen.

Schaffung von flexiblen Kinderbetreuungsmöglichkeiten, insbesondere für die unter 3-jährigen sowie Förderung von privaten und betrieblichen Kindergärten und Initiativen wie beispielsweise Tagesmütter oder Fahrgemeinschaften.

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Wirtschaftskammer Österreich
Frau Mag. Elisabeth Zehetner
Tel.: (++43-1) 50105-3018

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