Rauch-Kallat: "Wir wollen der Vernunft zum Durchbruch verhelfen"

Österreich unterzeichnete WHO-Rahmenübereinkommen zur Tabakkontrolle in New York

Wien (BMGF/OTS) - Zufrieden zeigte sich Gesundheitsministerin
Maria Rauch-Kallat über die Unterzeichnung des WHO Rahmenübereinkommens zur Tabakkontrolle durch Österreich gestern in New York. "Wir werden auch beim Rauchen der Vernunft zum Durchbruch verhelfen. Die Unterschrift Österreichs ist ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Gesundheit in unserem Lande", bekräftigte die Gesundheitsministerin.

Am 21. Mai hatte die Weltgesundheitsversammlung in Genf Konsens über die Vorgangsweise gegen den Tabakkonsum erzielt. Wichtigste Ziele der Tabakkonvention sind Regelungen, die Verbote in der Tabakwerbung bei Werbung, Promotion und Sponsoring festlegen. Verschärft werden auch die Warnhinweise auf Zigarettenpackungen. Ein besonderer Schutz gilt künftig den Nichtraucherinnen und Nichtrauchern. Der Verkauf von Tabakprodukten an Personen unter 18 Jahren wird verboten. Die Konvention nennt Tabaksteuern als wichtige Maßnahme zur Tabakprävention und Reduzierung des Rauchens.
Die Rahmenkonvention tritt in Kraft, wenn 4o Staaten ratifiziert haben.

"Ich bin davon überzeugt, dass dies in absehbarer Zeit geschieht. Jede Verzögerung kostet Menschenleben", so Rauch-Kallat. Die Ministerin erinnerte daran, dass es in Österreich mehr als 2,3 Millionen Bürgerinnen und Bürger gebe, die rauchen. "Am meisten bedrückt mich die Tatsache, dass immer mehr junge Menschen, vor allem auch Frauen, zum Glimmstengel greifen. Bei der Altersgruppe der 15-jährigen Mädchen sind dies bereits 26 Prozent, europaweit ein trauriger Rekord". Die Folgewirkungen des Tabakkonsums sind gerade bei Frauen und Mädchen gravierend. Zum Lungenkrebsrisiko treten Gebärmutterhalskrebs und andere Krebsarten. Weiters kommt es zu einer signifikanten Steigerung von Herz-Kreislauferkrankungen. Gefährdet sind vor allem Mädchen und Frauen, welche die Pille nehmen.

In Österreich sterben jährlich 14.000 Menschen an den Folgen des Tabakkonsums. Weltweit ist der Tabak am Tod von rund 10 Millionen Menschen im Jahr schuld. "Wir müssen die Auseinandersetzung mit dem Tabak bei den Kindern und Jugendlichen gewinnen. Deshalb planen wir im Rahmen der Gesundheitsförderung effiziente Maßnahmen gegen das Rauchen", betonte Rauch-Kallat.
"Ohne die freie Entscheidung der einzelnen in Frage zu stellen, muss es nun gelingen, der Vernunft zum Durchbruch zu verhelfen. Das Wissen um die Gefahren des Rauchens soll die persönliche Entscheidung gegen die Sucht zu bestimmen. Wirksamer Schutz der Nichtraucherinnen und Nichtraucher vor gesundheitlicher Gefährdung durch passives Rauchen wird ein Schwerpunkt unserer Gesundheitsförderungsbewegung sein." Die Gesundheitsministerin verwies außerdem auf die 80 Millionen Euro aus der Tabaksteuer, die Jahr für Jahr der Gesundheit zu Gute kommen und auch in die Raucherprävention fließen. "Im Kampf gegen das Rauchen ist jede(r)) einzelne gefordert", so Rauch-Kallat abschließend.

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