Weiterhin Bodensee-Rekordtiefstwerte

Regen ist nur ein Tropfen auf den heissen Stein

Bregenz (VLK) – Mit der nun eingetretenen Abkühlung und den ersten Regenfällen dürfte sich an den derzeitigen
Rekordtiefwerten des Bodensees kaum etwas ändern. Noch
immer fließt deutlich mehr Wasser aus dem Bodensee ab, als
über den Rhein und andere Gewässer zufließt. "Die Niederschlagsmengen des Jahres sind nach wie vor weit unter
dem langjährigen Durchschnitt. Auch starke Regenfälle am Wochenende hätten nur geringe Auswirkungen auf den
Seewasserstand", berichtet Landesstatthalter Dieter Egger.
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Der August war ebenso wie der Juli extrem trocken. Das Niederschlagsdefizit des Jahres 2003 beträgt bisher 30 bis
40 Prozent. Die geringen Niederschläge verursachen extreme Niedrigwasserabflüsse in den Bächen und Flüssen. Deshalb
sind einige kleine Bäche bereits trocken gefallen. "Bei den größeren Flüssen wie Bregenzerach, Ill oder Dornbirnerach
liegt die Wasserführung aber immer noch über dem absolut gemessenen Niedrigwasser", so Wasserwirtschaftsreferent
Egger. Der hydrographische Dienst des Landeswasserbauamtes beobachtet laufend die aktuelle Situation.

Der Wasserstand des Bodensees ist nach wie vor auf dem Rekordtiefstwert, obwohl der Pegel Bregenz von Donnerstag
auf Freitag durch den Regen um drei Zentimeter auf 283
Zentimeter gestiegen ist. Egger: "Der absolut niedrigste
Wasserstand am Bodensee wurde im Jänner 1949 gemessen und
lag bei 240 Zentimeter – davon sind wir noch 43 Zentimeter entfernt. Im Mittel liegt der Bodenseepegel um diese
Jahreszeit bei 340 Zentimeter."

Trotz des geringen Wasserstandes am Bodensee und den
hohen Wassertemperaturen war die Wasserqualität an den
Badestellen sehr gut, wie die laufenden Untersuchungen des Umweltinstitutes belegen. Auch bei der Zerkarienentwicklung
werden keine Auffälligkeiten festgestellt.

"Gerade bei diesen extremen Wetterphasen zeigt sich der
Erfolg unserer jahrzehntelangen Bemühungen um den
Gewässerschutz. Die Reinhaltung der Gewässer ist ein
wesentliches Ziel der Wasserwirtschaft", bekräftigt Egger.

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(bl/gw,nvl)

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