NÖ Grüne zu Schulbeginn: Trotz sinkender SchülerInnenzahlen steigende Kopfquoten in den Klassen

LAbg. Weiderbauer: "Neues Schuljahr - Neue Probleme"

St. Pölten (Grüne) - "Während in den letzten beiden Jahren die Budgetbegleitgesetze und die damit verbundenen Einsparungen durch den Wegfall von Freigegenständen, unverbindlichen Übungen und Reduzierung von BetreuungslehrerInnen das schulische Angebot beeinträchtigten, ist die Schule im kommenden Schuljahr mit Stundenkürzungen und dem SchülerInnenrückgang im Volksschulbereich konfrontiert", kritisiert der neue Bildungssprecher der NÖ-Grünen, LAgb. Emmerich Wiederbauer.

Eher unbemerkt werden außerdem die Verhältniszahlen LehrerInnen zu SchülerInnen verändert, sodass es immer mehr SchülerInnen pro LehrerIn geben wird. So werden Dienstposten auf Kosten der Unterrichtsqualität eingespart. Auch die Reduktion der Schulstunden wurde in erster Linie aus Spargründen verordnet. Dabei wurde falsch und ohne Gesamtkonzept berechnet. "Eine absurde Situation", so Weiderbauer, "wir haben trotz sinkender SchülerInnenzahlen steigende Kopfquoten in den Klassen. Die in NÖ vorhersehbare und von den verantwortlichen SchulpolitikerInnen vernachlässigte Entwicklung der sinkenden Schülerinnenzahlen stellt viele Schulstandorte in Frage und führt dazu, wieder auf den unzeitgemäßen Abteilungsunterricht zurückgreifen zu müssen. In Kleinstschulen müssen teilweise alle vier Schulstufen in einer Klasse unterrichtet werden".

Die Grünen NÖ erinnern mit Nachdruck an ihre Forderung die KlassenschülerInnenhöchstzahlen zu senken, die Förderung leistungsschwacher bzw. leistungsstarker SchülerInnen jeweils individuell zu intensivieren, mehr Betreungs - und StützlehrerInnen einzusetzen und den eingeschlagenen Weg der Integration von Kindern mit besonderen Bedürfnissen nicht zu verlassen.

"Wenn wir in Zukunft mehr Flexibilität der Jugendlichen bei der Eingliederung in den Arbeitsprozess fordern, müssen sie in der Schule dementsprechend vorbereitet und nicht durch Rückschritte im Bildungsbereich behindert werden", meint LAbg. Weiderbauer abschließend.

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LAbg. Emmerich Weidbauer: 0676/3383156

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