Broukal: "ÖVP soll endlich aufhören, auf ÖBB einzuprügeln!"

Kukacka und Molterer zum Glück nicht mit ÖBB-Reform beauftragt

Wien (SK) Die ÖVP solle endlich aufhören, auf die Eisenbahner einzuprügeln. "Das hat es in Österreich noch nie gegeben: 50.000 Beschäftigte werden kollektiv beschimpft und diskriminiert", betonte SPÖ-Abgeordneter Josef Broukal Freitag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ und warf der ÖVP vor, gegen die ÖBB "nur unlautere Motive" zu haben. ****

Es sei interessant, so Broukal weiter, dass sich nicht der Vorstand der ÖBB beklagt, dass die Arbeitsverhältnisse den Betrieb behindern würden, sondern "Politiker, die von der Eisenbahn keine Ahnung haben, die Eisenbahner prügeln - und zwar weil ihnen diese selbstbewusste Gruppe von Arbeitnehmern ein Dorn im Auge ist". "Es ist an der Zeit, endlich einmal zu sagen, was die Bahn in Österreich leistet", forderte der SPÖ-Abgeordnete.

"Kukacka außer peinlich nur noch peinlich"

Jetzt beschwöre Verkehrsstaatssekretär Kukacka in "peinlicher und weinerlicher Art" auch schon seinen Großvater, der bei der Eisenbahn war. "Sie hätten mehr auf Ihren Großvater hören sollen, dann wüssten Sie über die schwere und verantwortungsvolle Arbeit der Eisenbahner Bescheid! So werden Sie sich nicht darüber hinwegschwindeln können, dass sie jüngst in einem ORF-Interview noch davon sprachen, die Eisenbahner umbringen zu wollen", so Broukal, der außerdem kritisierte, dass Kukacka bei einer Privilegienpension von 13.000 Euro über einen Solidarbeitrag jammere. "Machen Sie sich nicht lächerlich, Herr Kukacka!"

Abschließend betonte der SPÖ-Abgeordnete, dass es gut sei, dass Verkehrsminister Gorbach nun die ÖBB-Reform zur Chefsache erklärt hat. "Wer die heutigen Aussagen von Kukacka und Molterer gelesen hat, kann nur froh sein, dass diese mit ihrer Anti-ÖBB-Haltung nicht die Verhandlungen über die Reform führen, sondern der Verkehrsminister." Bei Gorbach habe man immerhin den Eindruck, dass es ihm nicht nur um politisches Kleingeld geht, sondern auch um die Leistungsfähigkeit der Bahn und die Zukunft der ÖBB, schloss Broukal. (Schluss) cs

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: (++43-1) 53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0008