Jezik: Speziell im Gemüse- und Gartenbau sind Saisoniers unverzichtbar

Restriktive Vorgangsweise beim Einsatz von Saisoniers würde gesamte Branche gefährden

Wien (AIZ) - Wilhelm Jezik, Präsident der Wiener Landwirtschaftskammer und Vorsitzender des Gemüseausschusses der Präsidentenkonferenz der Landwirtschaftskammern wies heute die Kritik von Arbeitnehmervertretern an der ministeriellen Berechnung des "gewichteten Jahresdurchschnitts" von beschäftigten Saisoniers als sachlich unbegründet zurück. "Es kann nicht sein, dass eine kurzfristige Beschäftigung von wenigen Tagen bereits zu einer Anrechnung auf den Jahresdurchschnitt führt", erklärte Jezik und verwies in dem Zusammenhang auf das Ausländerbeschäftigungsgesetz. Demnach ist nicht der Jahresdurchschnitt, sondern der "gewichtete" Jahresdurchschnitt zu errechnen und dieser darf 8.000 nicht übersteigen. Die Vorgangsweise des Bundesministeriums für Arbeit und Wirtschaft bei der Berechnung sei daher gesetzeskonform, weil auf eine entsprechende Gewichtung Bedacht genommen wird, erläuterte Jezik.

"Eine restriktive Vorgangsweise beim Einsatz von Saisoniers würde zu ernsthaften wirtschaftlichen Schäden führen und eine gesamte Branche gefährden", ist Jezik überzeugt. Die Landwirtschaft, und im speziellen der Gemüse- und Gartenbau, seien heute auf den Einsatz von ausländischen Arbeitskräften als Saisoniers angewiesen, "da sich für schwere landwirtschaftliche Arbeiten, vor allem im Ernteeinsatz vielfach keine inländischen Arbeitskräfte mehr finden", verweist der Kammerpräsident auf langjährige Erfahrungen aus der Praxis.

"Gemüsebauern haben Lieferverträge einzuhalten und müssen daher auf geeignete, prompt verfügbare Arbeitskräfte, so genannte Saisoniers, zurückgreifen. Hier noch restriktiver vorzugehen als es durch die ohnedies sehr einschränkende Gesetzgebung erforderlich ist, wäre unverantwortlich. Schließlich muss das Erntegut rasch eingebracht werden, damit Obst, Gemüse und Trauben in voller Frische auf den Markt kommen und rasch verarbeitet werden. Ohne den Einsatz von ausländischen Arbeitskräften als Saisoniers wäre dies aber nicht möglich", unterstrich Jezik.
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