BBAG Ergebnisse zum ersten Halbjahr 2003 - Teil 2

"EBIT-Umkehr": Halbjahres-Highlights. Karl Büche, Vorsitzender des Vorstandes Wien (OTS) - Nach dem verhaltenen Geschäftsverlauf in den ersten drei Monaten hat die BBAG-Gruppe ab April eine deutliche Umkehr vollzogen: Mit 37,0 Mio. Euro wurde das beste Quartals-EBIT in der BBAG-Geschichte erzielt. Es liegt zum Beispiel um mehr als 33 Prozent über dem Vergleichswert 2002.

Alle operativen Bereiche haben Ergebnisverbesserungen erzielt. Das Halbjahres-EBIT liegt auf dem Niveau des Vorjahres (-0,6 Prozent), bereinigt um mehrere Einmaleffekte jedoch um mehr als elf Prozent darüber. Das Ergebnis je Aktie stieg um 12,4 Prozent.

Die BBAG hat in ihren drei Geschäftsbereichen Bier, Alkoholfreie Getränke und Immobilien vielfältige Initiativen gesetzt, um ihre Position und die Ergebnisse zu verbessern:

- Im Bierbereich erfolgten Preisanpassungen in mehreren Ländern als Reaktion auf Erhöhungen bei Personal- und Materialaufwendungen (Rohstoffe). Vor der Hauptsaison wurden Innovationen entwickelt sowie spezielle Verkaufsaktivitäten durchgeführt.

- Bei den alkoholfreien Getränken greifen die Pago-Restrukturierungsmaßnahmen. Gasteiner Mineralwasser konnte sich durch neue Kunden und neuartige Designer-Leichtflaschen besser platzieren.

- Im Immobilienbereich wurden einmal mehr Entwicklungsprojekte und insbesondere umfangreiche Behördenverfahren vorangetrieben.

Nach der Bekanntgabe der Partnerschaft mit Heineken Anfang Mai liegen bereits fünf Kartellgenehmigungen vor: von der Europäischen Kommission sowie aus Ungarn, der Tschechischen Republik, Kroatien und Rumänien. Noch im vierten Quartal ist mit grünem Licht aus Polen, und der Slowakei zu rechnen. In weiterer Folge wird Heineken das Angebot für die Aktien im Streubesitz legen. Gleichzeitig werden dann sämtliche Brauaktivitäten von BBAG und Heineken in Zentraleuropa unter dem Dach der neuen BRAU UNION zusammengeführt: zur führenden Braugruppe in der Region.

Zwt.: "Feier-Abende": Geschäftsbereich Bier

Umsatzerlöse: 474,8 Mio. Euro (-2,7 Prozent) EBIT: 32,6 Mio. Euro (+16,5 Prozent) Investitionen: 48,2 Mio. Euro (+7,4 Prozent)

Das Biergeschäft in Zentraleuropa war im ersten Halbjahr begünstigt durch die Wetterentwicklung in der Vorsaison und den frühzeitigen Gastgartenstart auch zu Abendzeiten. Die BBAG hat in der Vorsaison vielfältige Maßnahmen zum Ausbau ihrer strategischen Absatzplattform gesetzt: Aktivitäten zur Stärkung der Marken und Dynamisierung der Vertriebsnetze sowie viele Einzelaktivitäten zur Verbesserung der Kosteneffizienz.

Insgesamt legte der Absatz mit 6,5 Mio. Hektoliter um 2,6 Prozent zu. Dabei weist das Exportgeschäft mit 38,9 Prozent das höchste Wachstum auf, getragen durch die Entwicklung der Lizenzproduktion von Gösser in Russland: Zum Halbjahr wurde beinahe die gesamte Jahresabsatzmenge 2002 egalisiert. Daneben stammt das Absatzplus aus Heimmärkten mit niedrigem Bierpreis: Polen (+8,5 Prozent - doppelt so stark wie der Gesamtmarkt), Rumänien (+6,1 Prozent) und der Tschechischen Republik (+2,2 Prozent). Österreich blieb auf dem selben Niveau (-0,4 Prozent). Preiswettbewerb und Dosenbier-Billigimporte aus Deutschland führten in Ungarn zu einem Rückgang von 2,1 Prozent.

In der Absatzstatistik liegt Österreich mit einem Anteil von 36 Prozent voran, gefolgt von Rumänien mit 31 Prozent. Der Bierabsatz aus Polen liegt mit 11 Prozent hinter Ungarn (14 Prozent) an der vierten Stelle. Nach dem Zusammenschluss mit Heineken und der Übernahme der Managementverantwortung für die gemeinsame Zentraleuropa-Organisation durch die BRAU UNION wird dieser Markt den deutlich größten Absatz (rund 10 Mio. Hektoliter) liefern.

Vor der Hauptsaison hat die BBAG Innovationen entwickelt sowie spezielle Verkaufsaktivitäten durchgeführt.

In Österreich wurden Testmärkte eingerichtet für Kaiser CoolKEG, einem Bierfass, das sich selbst innerhalb von 30 Minuten auf Trinktemperatur gekühlt werden kann, wurden eingerichtet. Zipfer sponsert Rock- und Popkonzerte sowie genauso wie die Kulturhauptstadt Graz. Das Bier-Cola Mischxgetränk Cut wird seit März in Trendlokalen angeboten.

Im zunehmend preisaggressiven Wettbewerb in Ungarn wird die Dosenpromotion "Sprechendes Bier" für Soproni Àszok eingesetzt.

In Rumänien stieg der Absatz der Leichtflaschenmarke Bucegi um konnte mehr als das Doppelte auf rund 340.000 Hektoliter. Sie ist damit ein fester Bestandteil der BBAG-Strategie, um die Marktführerschaft zu festigen.

In der Tschechischen Republik konzentrierten sich die Marketingaktivitäten auf das Gewinnspiel "Kampf um den Herzog" und die Organisation des "Festivals der guten Laune" gekennzeichnet. Das Ergebnis war eine deutlich bessere Entwicklung der Hauptmarke Starobrno gegenüber dem allgemeinen Markt.

In zunehmendem Maß bestätigt sich der Qualitätsanspruch der BBAG-Gruppe bei internationalen Preisverleihungen. Im vergangenen Jahr konnten das ungarische Kaiser-Bier und Soproni Àszok bei der Monde Selection in Brüssel Goldmedaillen erringen, dieses Jahr erzielten Schladminger aus Österreich sowie Goldenbräu aus Rumänien erste Plätze.

Beim offiziellen Wettbewerb des tschechischen Brauereiverbandes für das "Tschechische Bier des Jahres 2002" wurde Starobrno in der Kategorie Schankbier und Lagerbier zum Sieger gekürt. Baron Trenck errang im Spezialitätensegment den ersten Platz.

In der Markenzusammensetzung dominieren nach wie vor Investitionsmarken: jene Marken, die sich in den höheren Preis/Image-Segmenten befinden. Der Bierumsatz entfällt zu 47,7 Prozent auf nationale Investitionsmarken, gefolgt von internationalen Investitionsmarken mit 27,1 Prozent, insbesondere Gösser und Zipfer. Der Rest entfällt auf Basismarken.

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