Alpach/Grüne/Wider die Medienkonzentration: Ringler schlägt "Medienvielfaltsfonds" vor

Anlässlich der Alpacher Mediengespräche regt die Kultursprecherin der Wiener Grünen die Schaffung eines "Medienvielfaltsfonds" an.

Wien (Grüne) - "Während die angebliche ‚Kulturnation Österreich' stolz auf ihren Festivaltourismus ist, ist Österreich durch den Spiegel der Medien betrachtet, aber reichlich kulturlos", so die Mediensprecherin der Wiener Grünen, Marie Ringler heute anlässlich der Mediengespräche in Alpach. "Die mediale Kulturlandschaft in Österreich präsentiert sich primär als "hochglanzpoliert" und entpuppt sich mehr oder weniger als bezahlte redaktionelle Einschaltungen diverser Kulturinstitutionen", so Ringler und weiter:
"Völlig unsichtbar sind hingegen Jugendkulturen abseits der großen Popstars oder ethnische Kulturen, die einen beträchtlichen Anteil an österreichischer Kulturenvielfalt haben."

Ringler kritisiert den Umstand, dass im Kulturland Österreich zwar viel Kultur stattfindet, die vielfältig, spannend, experimentell und international ist, aber in Ermangelung von Medienberichterstattung von den ÖstereicherInnen nicht wahrgenommen wird.

Daher regt die Grüne Mediensprecherin die Schaffung eines "Medienvielfaltsfonds" an, der durch die ORF Gebühren, die bis dato an den ORF gehen, die Endgeräteabgabe und den derzeitigen Finanzmitteln der Presse- und Publizistikförderung gespeist werden soll. Die Idee dahinter: Aus diesem Fonds sollen jene Programminhalte und Medien gefördert werden, die einen öffentlich-rechtlichen Auftrag erfüllen, bzw. die dem Zweck der Sicherstellung echter Medienvielfalt dienen. Ringler: "Bei dem Fonds sollen dann der ORF ebenso wie die Privat-Kommerziellen aber auch freie Medien einreichen können. Gelder werden nach klaren Kriterien vergeben. Dort wo Medien kommerzielles Programm oder Inhalte machen, wird dieses durch Werbung bezahlt."

Mit dem "Medienvielfaltsfonds" hätten man, geht es nach Ringler, nicht nur ein mögliches Modell zur Finanzierung und Förderung von Vielfalt, sondern auch eines, dass den Wettbewerb um das beste öffentlich-rechtliche Programm bestärkt. "Damit wäre erstmals in Österreich, zumindest für die Erfüllung des ‚öffentlich-rechtlichen' Auftrags, ein gleichberechtigendes 3-Säulenmodell zwischen ORF, privaten kommerziellen Medien und zivilgesellschaftlichem, not-for-profit ProduzentInnen geschaffen", so Ringler anschließend.

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