Gartner: Wasser ist ein Teil der Grundversorgung

Gerade im Jahr des Wassers darf keine Diskussion um eine Liberalisierung der Wasserversorgung geführt werden

St. Pölten (SPI) - In unseren Breiten ist Wasser beinahe schon zur Selbstverständlichkeit geworden. Wirkliche Aufmerksamkeit schenken wir ihm aber scheinbar nur, wenn es zur Gefahr wird, wie bei den Hochwässern der vergangenen Jahre, oder wenn es wie bei der heurigen Dürre in manchen Regionen knapp wird. Niederösterreich gehört zu den wasserreichsten Ländern, einem gegenwärtigen Verbrauch von 250 Mio. m³ pro Jahr, steht ein "Angebot" von 800 Mio. m³ gegenüber. "Dieser Überfluss darf uns aber nicht zum Leichtsinn verführen oder gar dazu verleiten, mit dem Wasser Geschäfte machen zu wollen. Eine Liberalisierung, gemeint ist ja nichts anderes als eine Privatisierung, der Wasserversorgung würde unweigerlich Preissteigerung bei gleichzeitigem Qualitätsverlust nach sich ziehen," appelliert LAbg. Franz Gartner an die Vernunft der Verantwortlichen.****

"Wirtschaftliche Interessen müssen bei einer so lebensnotwendigen Sache wie Wasser eindeutig dem Gemeinwohl untergeordnet sein! Denn eine funktionierende Wasserversorgung ist Daseinsvorsorge. Außerdem bietet ja der Schutz des österreichischen Trinkwassers sogar positive wirtschaftliche Aspekte, nämlich die zahllosen Arbeitsplätze, die durch den Umweltschutz, in den Kläranlagen und Aufbereitungsanlagen geschaffen werden, und die bei einer Privatisierung, und damit einer Ausrichtung auf Gewinnmaximierung, in Gefahr wären," so Gartner weiter.

Auch im Jahr des Wassers werden immer wieder Pläne kolportiert, die auf eine Privatisierung der Quellgebiete abzielen. "Gerade das darf aber unter keinen Umständen geschehen. Die kleinräumigen Strukturen der Wasserversorgung haben sich in den letzten Jahrzehnten glänzend bewährt. An Beispielen wie England sieht man hingegen, zu welch massiven Verschlechterungen eine Privatisierung der Wasserversorgung führt," so Gartner abschließend.
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