Linksgewerkschafter GLB-ÖBB: Straßen kosten 5 mal soviel wie die Bahn!

Wenn "Eisenbahn-Hasser" immer wieder von 4,4 Milliarden "Bahn-Zuschüssen" reden!

Wien (GLB) - "Immer wieder werden die ÖBB in der Öffentlichkeit als "Euro-Schlucker" Nummer 1 hingestellt. Was ständig als jährliche Zuschüsse für die Bahn (4,4 Mrd. Euro) deklariert wird, sind in Wirklichkeit im Gesamten 2,4 Mrd. Euro. Davon fallen auf Investitionsaufwendungen für die Bahninfrastruktur 1,1 Mrd. und auf den Bundesbeitrag - wozu der Staat verpflichtet ist - 1,3 Mrd. Euro. Die Jahresausgaben für die Straßen belaufen sich ungefähr auf das Fünffache", stellte heute Donnerstag in Wien der Bundessekretär des Gewerkschaftlichen Linksblock-Eisenbahn (GLB) Ernst Wieser nicht überrascht fest, nachdem er die Pressekonferenz des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ), zum Thema "LKW-Maut", verlassen hat.

"Welche Lobby hier welche in der Öffentlichkeit ausspielen will, ist wohl eindeutig. Wenn den ÖBB tagtäglich Geldverschwendung vorgeworfen wird, sollte einmal erwähnt werden, dass der Kostendeckungsgrad des LKW`s auf den gesamten Straßen Österreichs -nach einer VCÖ-Studie - bei nur 30 Prozent liegt. Allein die Kosten des LKW-Verkehrs übersteigen die jährlichen Einnahmen im Straßenverkehr um 3,5 Mrd. Euro", betont Wieser weiter.

"Zu dieser Summe müsste man aber auch noch die Kosten aufgrund von Gesundheitsschädigung, Unfällen, Gebäudeschäden, Lärm und vor allem die Stau-Kosten dazu rechnen, was schließlich zu einem horrenden Betrag führen würde, den genauso die Allgemeinheit trägt wie die Ausgaben für die Aufrechterhaltung der Bahn", meint der GLB-Bundessekretär.

Abschließend warnt Wieser noch: " Auch nach Einführung der LKW-Maut mit Jänner 2004, die immerhin noch immer um 87 Prozent billiger sein wird als die der Schweiz, wird nach den EU-Wegekostenrichtlinien der Transit sogar billiger und wir werden für die Straßen weiter das Fünffache investieren als in die Bahn. Jetzt stellt sich nur mehr die Frage: "Wer verkauft hier wen für blöd"!

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Ernst Wieser, Bundessekretär des
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Tel.: 01-54641-220, Fax 221
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