FORMAT: ÖBB-Privilegien kosten 347 Millionen pro Jahr

Haarsträubende Details im Rechnungshof-Rohbericht

Wien (OTS) - Die Privilegien des ÖBB-Dienstrechts verursachen laut Rechnungshofbericht horrende Mehrkosten in der Höhe von 347 Millionen Euro pro Jahr. Dies berichtet das Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner am Freitag erscheinenden Ausgabe.

FORMAT zitiert aus dem bisher unveröffentlichten RH-Rohbericht:
"2001 verzeichneten die ÖBB 1,26 Millionen Krankenstandstage, die einen Personalaufwand in Höhe von 161,6 Millionen Euro verursachten. Im Durchschnitt waren 3456 Bedienstete ständig durch Krankenstände abwesend. 75 Prozent der Fehlzeiten entfielen dabei auf ein Viertel der Bediensteten. In der Altersklasse ab dem 50. Lebensjahr nahmen die Krankenstandstage mit durchschnittlich 71,5 Kalendertagen sprunghaft zu."

Wie FORMAT weiter berichtet, lag die Anzahl der Krankenstände in den letzten drei Arbeitsjahren vor der Pensionierung gar bei 99 Tagen. Laut Rechnungshof steigen die Personalkosten weiterhin um 2,5 Prozent pro Jahr, obwohl das Unternehmen seit 1992 ein Viertel des Personals abgebaut hat.

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