Junge Wirtschaft fordert "Allianz der Jungen" im Parlament

Lehner: Gerechtigkeit zwischen Generationen, in der Sache und im Ton - Neuer Vorstoß für Pensionisten-Beitrag nötig

Wien (PWK556) - "Was als Wertedebatte bezeichnet wird, lenkt von
der Diskussion ab, die eigentlich geführt werden muss: Es geht nicht um Werte, sondern um Interessen. Die Interessen der Jungen haben keine Lobby im etablierten politischen System, ganz im Gegenteil -die Älteren und die Pensionisten haben immer Vorrang. Dass Vertreter der Regierung Österreichs Junge als vergnügungssüchtige Egoisten abkanzeln, die nur Party, Lech und Ibiza im Schädel haben, ist ein neuer Tiefpunkt, passt aber ins Bild". Das stellt der Vorsitzende der Jungen Wirtschaft Österreich, Peter Lehner, zur aktuellen Diskussion rund um den Generationenvertrag fest. Mit Polemiken drücke man sich um konkrete Maßnahmen herum. Die Jungen im politischen System müssten deshalb selbst das Heft in die Hand nehmen und sich zusammentun.

Lehner fordert die jungen Parlamentarier aller Parteien auf, sich zu emanzipieren und eine parteiübergreifende politische Allianz für die Interessen ihrer Generation zu bilden. "Einige junge Mandatarinnen und Mandatare haben in letzter Zeit die fehlende Gerechtigkeit zwischen den Generationen kritisiert. Das ist richtig, reicht aber nicht. Jetzt geht es darum, diese Allianz der Jungen zu schmieden und zu handeln", so der Vorsitzende der Jungen Wirtschaft.

"Es braucht Generationengerechtigkeit - in der Sache und im Ton. Dafür kann die politische Allianz der Jungen sorgen", so Lehner. Dass beides nicht gegeben sei, zeigen die politischen Fakten und die aktuelle Debatte, die " peinlich ist und Lichtjahre entfernt von der Realität". Nicht der geringere "Fun-Factor" sei der Grund, warum sich junge Leute überlegen, Kinder zu kriegen. Die Frage sei, ob sie sich eine Familie noch leisten können, wenn sie immer mehr finanzielle Lasten auf die Schultern gepackt bekommen - Stichwort private Vorsorge für Pensionen und Gesundheit oder fehlende Kinderbetreuungseinrichtungen. Und das alles bei einem Einkommens-und Gehaltssystem, das Alter belohnt, und nicht Leistung.

Pensionen, Kinderbetreuung und Entlohnungssystem seien auch die logischen Themenfelder für konkrete gesetzliche Initiativen einer Allianz der Jungen. "Überfällig" sei etwa ein neuer Vorstoß für einen Solidarbeitrag gutverdienender Pensionisten.

"In einer Allianz, die handelt, können die Jungen in allen parlamentarischen Fraktionen zeigen, dass sie nicht nur die Interessen einer Partei, sondern zuallererst die Interessen ihrer Generation vertreten. Und dass sie das sein können, was bisher fehlt:
eine parlamentarische Lobby für die Jungen im Land", so Lehner abschließend. (hp)

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