Bayr für "Empowerment" von Frauen in der Entwicklungszusammenarbeit

Wien(SK) "Frauen in der Dritten Welt sind nicht nur besonders
von Armut, Hunger und Ausbeutung betroffen, sie produzieren den Großteil der Nahrungsmittel und kümmern sich um die Ernährung und Erziehung der Kinder", strich Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Entwicklungszusammenarbeit am Donnerstag in einer Pressekonferenz die Schlüsselrolle heraus, die Frauen in einer nachhaltigen Entwicklungszusammenarbeit spielen. Anstatt "an den Frauen vorbei" zu fördern, solle man sich für das "Empowerment von Frauen" einsetzen. "Denn erst wenn Frauen mitregieren, mitreden und ein ökonomisch unabhängiges selbstbestimmtes Leben führen können, können Frauen aus ihrem untergeordneten Status heraustreten und Problemen wie Aids und Genitalverstümmelung begegnen", zeigte sich Bayr überzeugt.****

Obwohl vornehmlich Frauen Opfer von Gewalt, Vergewaltigung und Kriegen sind, haben sie - nur 11 Prozent aller ParlamentarierInnen weltweit sind weiblich - nicht die Möglichkeit bei Friedensverhandlungen und Wiederaufbauprogrammen mitreden zu können, betonte Bayr und wies auf die Möglichkeiten Österreichs hin, bei den Verhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern positiven Einfluss in diese Richtung zu nehmen.

Besonderes Augenmerk legte Bayr auf die weibliche Genitalverstümmelung (FGM), von der weltweit 155 Millionen Frauen betroffen seien und die in 28 afrikanischen Staaten gängige Praxis sei. "Den Mädchen werden dabei ohne Betäubungsmittel mit Messern, Glasscherben oder Rasierklingen die Geschlechtsteile amputiert", beschrieb Bayr diese spezielle Art der Gewaltanwendung, welche die Frauen ihr ganzes Leben lang psychisch und physisch quäle. Bayr wies in diesem Zusammenhang auch auf ein von den Wiener SPÖ-Frauen unterstütztes Projekt von Care gegen die Genitalverstümmelung in Äthiopien hin. Dabei werde - "mit beachtlichem Erfolg" -Aufklärungsarbeit von und mit Frauen bezüglich der negativen Folgen von FGM betrieben, so Bayr. Mit diesem Projekt dürfe der Kampf gegen FGM freilich nicht abgetan sein. Österreich müsse sich sowohl in der EU als auch in den UN dafür einsetzen, dass die internationale Bekämpfung von FGM vorangetrieben werde. Auf nationaler Ebene wollte Bayr "ganz dezidiert" sichergestellt wissen, dass FGM als Asylgrund anerkannt wird.(Schluss)lm

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