KfV warnt vor Ablenkung am Steuer durch Multimedia-Handys

Neue Handy-Technologien wie etwa MMS lenken Autofahrer immer mehr ab - auch wenn eine Freisprecheinrichtung mit an Bord ist.

Wien (OTS) - Im Innenbereich des Autos sind neben der Wahrnehmung über die Augen, die Ohren und somit die akustische Aufnahmefähigkeit von großer Bedeutung. Was das Telefonieren mit Handy am Steuer angeht, so lautet die Devise: Ausschließlich mit Freisprecheinrichtung, noch besser aber, das Gespräch auf einen späteren Zeitpunkt verschieben!

Freisprecheinrichtungen
Seit 1. Juli 1999 ist Kfz-Lenkern während des Fahrens das Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung untersagt. Durch diese Regelung soll die Ablenkung am Steuer durch das Handy und das damit verbundene Unfallrisiko reduziert werden. Wer beim Autofahren nicht aufs Telefonieren verzichten kann - oder will - der muss daher eine Freisprecheinrichtung verwenden.

Auf den Inhalt kommt es an
Streit mit dem Partner, Liebeskummer der besten Freundin oder eine witzige Anekdote vom vergangenen Wochenende - all das sind Gesprächsthemen, die einen Großteil der Konzentrationsfähigkeit im Straßenverkehr in Anspruch nehmen.

Studien beweisen, dass Telefonieren die Aufmerksamkeit beeinflusst. Jedes Telefongespräch wirkt ablenkend, emotional aufregende Gespräche sollten im Straßenverkehr allerdings besonders vermieden werden. Studien konnten auch die negative Wirkung auf die Aufmerksamkeit sogar nach Beendigung von Telefonaten nachweisen.

"Wir warnen vor allem vor optischen und akustischen Ablenkungen an Bord - sie reduzieren die Aufmerksamkeit für die eigentliche Fahrtätigkeit deutlich. Im Extremfall kann ein Zuviel an technischem Zusatz-Schnickschnack im Auto eine Verkehrskatastrophe auslösen", so Dr. Othmar Thann, Direktor des Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV).

MMS (Multi Media Messaging Service)
Durch die steigende Nutzung von diversen neuen Handytechnologien -wie etwa MMS (Multi Media Messaging Service) wird die Gefahr der Ablenkung während der Autofahrt erhöht.

Der Empfang einer SMS verleitet zu sogenannten "Verkehrsblindzeiten", da man automatisch den Blick von der Straße wendet und seine Aufmerksamkeit dem Handy-Display widmet. Multimedia-Anwendungen im Mobilfunkbereich stellen bei der Verwendung im Auto ein Sicherheitsrisiko dar, da der Empfang von MMS sowohl aus Texten, Grafiken, Ton- und Sprachdokumenten und Bildern als auch aus Videosequenzen bestehen kann. Wer "führerlos" unterwegs ist kann nicht alle wichtigen Verkehrsinformationen aufnehmen, auch nicht bei geringen Geschwindigkeiten.

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