Die Schwarz-Weiß Malerei muss ein Ende haben, Herr Minister!

ÖH und ÖH Uni Wien sind über Strassers Asylpolitik schockiert

Die ÖH (Österreichische HochschülerInnenschaft) und die ÖH Uni Wien sprechen sich unisono gegen diese Art von Asylpolitik, wie sie von Minister Strasser betrieben wird, aus.

"Gerade aus aktuellem Anlass, nämlich, dass die Rettungsleute angezeigt werden, den ExekutivbeamtInnen jedoch gar keine Strafe droht, ist es unumgänglich darauf zu verweisen, dass ein Umdenken in der Exekutive stattfinden muss. Es muss hier schon in der Ausbildung der ExekutivbeamtInnen viel mehr darauf geachtet werden, dass die BeamtInnen mit Stresssituationen, wie sie vorgefallen sind, fertig werden-und zwar in einer menschenwürdigen Art und Weise.", fordert Ralph Schallmeiner, Vorsitzteam der ÖH.

"AsylantInnen sind heute zu so etwas wie BotInnen der Armut geworden. Europa flüchtet in hysterisch-passiver Weise vor dieser Armut, in dem es ihre Grenzen dicht macht. Die AsylantInnen werden wie SoldatInnen gesehen, die kommen, um uns unseren Reichtum wegzunehmen.", erklärt Patrice Fuchs, Vorsitzteam der ÖH. Und weiter: "Um dieser Angst entgegen zu wirken, wäre es empfehlenswert, dass deren Frauen und Kinder auch in unser Land einreisen dürfen. So bekämen wir ein ganzheitlicheres Bild von diesen Menschen, die genauso wie wir Familie haben, und um deren Überleben besorgt sind."

"Das Vorgehen Minister Strassers in Fragen der Asylpolitik deutet darauf hin, dass er entweder keine Ahnung von der Materie hat, oder dass AsylwerberInnen für ihn Menschen zweiter Klasse sind. Seine offensichtliche Ignoranz gegenüber berechtigter Kritik durch angesehene Menschenrechtsorganisationen zeichnet ein trauriges Bild vom Politikverständnis der Regierung.", so Saskia Schindler, Vorsitzteam der ÖH Uni Wien.

"Das erste, was durchgesetzt werden müsste, ist das Verbot der hogtie, der Saufessel. Dann können wir weiter sehen. Gerichtsmediziner, Polizeijuristen und die Gesetzgeber in BRD, Niederlanden, USA und anderen Ländern sind sich einig , dass die sogenannte "Fixierung in Bauchlage" Menschenleben gefährdet. Es gibt Praktiken, die auch tobende Menschen (Sheibani Wague hat nicht getobt) ruhig stellen, ohne ihr Leben mit "Lebendgewicht" zu belasten. Sowohl dem Innenminister, dem Polizeidirektor Wiens, als auch dem Chefarzt der Wiener Polizei, ist es zuzumuten, sich nach gerichtsmedizinischen Standards zu richten, die älter als zwölf Jahre sind.", erklärt Werner Rotter, Plattform Gerechtigkeit für Sheibani Wague.

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