ORF-Festspiele in Berlin prolongiert

Auch drei ORF-Dokumentationen für den Prix Europa nominiert

Wien (OTS) - Von insgesamt 600 Einreichungen aus 38 Ländern wurden drei ORF-Dokumentationen für den 17. Prix Europa nominiert. In der Kategorie "TV Current Affairs" startet "Luxus Kinder" von Elisabeth Scharang und Peter Thomsen über die Lust und Last, Eltern zu sein. Robert Gokls "Tatort Straße" über die Autohölle auf Österreichs Straßen nimmt im Bereich "TV Non-Fiction" am Wettbewerb teil, und die ORF/3sat Produktion "Kaiserhymne - Eine musikalische Lebensreise" wurde für den Prix Europa Iris für "multikulturelles Fernsehprogramm" in der Kategorie "Non-Fiction" nominiert. Der größte europäische Medienwettbewerb findet vom 11. bis 18. Oktober in Berlin statt. Neben den Dokumentationen wurden auch die ORF-Koproduktionen "Taxi für eine Leiche" von Wolfgang Murnberger und Jo Baiers Historiendrama "Schwabenkinder" zum Bewerb geladen. Insgesamt sind somit fünf ORF-Produktionen in Berlin mit dabei.

Die nominierten Dokumentationen:

"Luxus Kinder": Eine heftig diskutierte Frage: Wer kann sich heute noch Kinder leisten? Ein Handy, teure Markenartikel und aufwendige Freizeitgestaltung - das ist schon für viele Volksschüler selbstverständlich. Viele Eltern wissen nicht mehr, wie sie mit den Luxuswünschen ihrer Kinder umgehen sollen. Umgekehrt geben Paare oft ein Vermögen aus, um doch noch zum ersehnten Nachwuchs zu kommen. "Luxus Kinder", eine Dokumentation von Elisabeth Scharang und Peter Thomsen, untersucht am Beispiel von kinderreichen, kinderlosen und ganz durchschnittlichen Familien, welchen Wert Kinder in unserer Gesellschaft haben. Elisabeth Scharang, die Gestalterin des Films, reiste mit ihrem Team kreuz und quer durch Österreich und hat Momentaufnahmen eingefangen, die sich alle um das Thema "Kind" drehen. "Luxus Kinder" wurde im Auftrag des ORF der Wega-Film hergestellt und war am Freitag, dem 4. Juli 2003, im ORF zu sehen.

"Tatort Straße": Fünfeinhalb Millionen Kraftfahrzeuge fahren Tag für Tag auf mehr als 100.000 Straßenkilometern. Sie werden von viereinhalb Millionen Führerscheinbesitzern gelenkt und legen Jahr für Jahr mehr als 50 Milliarden Kilometer zurück - wenn Fortbewegung überhaupt möglich ist: Denn Hunderte Millionen Stunden lang stehen sie jedes Jahr im Stau, vor Unfallstellen, Tunneleinfahrten, Baustellen. Ein gigantisches Verkehrssystem überzieht das Land, von der Transitautobahn bis zur Bergbauernhof-Zufahrt, und irgendwo kracht es immer. Robert Gokl ging auf die Straße, um Ursachen und Folgen dieser Entwicklung zu hinterfragen. Zuletzt stand "Tatort Straße" am Mittwoch, dem 2. Juli, auf dem Programm von "DOKUmente".

"Kaiserhymne - Eine musikalische Lebensreise": Manchmal kommt es vor, dass Musik Geschichte schreibt, zum Beispiel Joseph Haydns Kaiserhymne "Gott erhalte, Gott beschütze". Haydn komponierte die Hymne für Kaiser Franz I. und schuf eine Melodie, die wie ein Leitmotiv über den vergangenen zwei Jahrhunderten stand. Denn das imperiale Musikwerk wurde nach dem Ende der Habsburgermonarchie mit dem neuen Text "Deutschland, Deutschland über alles" zur Nationalhymne der Weimarer Republik und ging auch in das Liedgut der Deutschnationalen ein. Bis zur Gründung der Bundesrepublik Deutschland war das Deutschland-Lied verboten, es wurde aber 1952 zur Nationalhymne der BRD. Regisseur Frederic Baker widmet sich in dieser ORF/3sat-Produktion, die im Juni 2002 auf dem ORF-Programm stand, der Geschichte der Kaiserhymne. Die Dokumentation wurde außerdem zum "Golden Chest"-International Television Festival Plovdiv (Bulgarien), zum "International Film Festival Olomouc" (Tschechien) und zum FIFAP "Festival International du Film d’Art et Pédagogique" in Paris geladen.

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