"Konsument"- Markt & Preis: Studentenkonten

Große Unterschiede bei den Konto-Jahresgebühren. Konto-Überziehungen generell teuer.

Wien (OTS) - Die meisten Banken bieten Studenten günstige Konto-Konditionen. Das Testmagazin "Konsument" präsentiert in der September-Ausgabe Kosten und Leistungen von insgesamt 14 Bank-Instituten. Für diese Markt & Preis-Erhebung hat "Konsument" das Nutzverhalten von Studenten in einem vereinfachten Modell simuliert und dabei intensives Online-Banking sowie häufige Verwendung der Bankomat-Karte vorausgesetzt. Ergebnis: Die Konto-Konditionen und die daraus entstehende Konto-Jahresgebühr - basierend auf dem Kontonutzungsmodell - unterscheiden sich zum Teil wesentlich voneinander. Bei den meisten Studentenkonten waren sämtliche, bei einigen aber nur eine bestimmte Anzahl von Transaktionen gratis -was über Freibuchungen hinausgeht, muss bezahlt werden. Eine intensive Nutzung kann so bei BKS, Oberbank und Volksbank Wien teuer werden. Bei PSK und Hypo NÖ sind Buchungen zwar grundsätzlich kostenfrei, Schalterüberweisungen jedoch nicht. BA-CA und easy bank bieten neben einem Basispaket für Studenten, auch Konten mit zusätzlichen Leistungen, die aber mit höheren Kosten verbunden sind. Saftige Überziehungszinsen verrechnen alle geprüften Banken.

"Konsument" empfiehlt bei der Auswahl des Studentenkontos die Anpreisung "kostenlos" nicht immer wörtlich zu nehmen. Denn Kontoführung, Bankomatkarte und Zugang zum Online-Banking sind nicht bei allen Banken gratis. In Kombination mit unbegrenzten Freibuchungen bieten dies lediglich Bawag, Erste Bank und die Tiroler Sparkasse an. Die easy-bank macht dafür ein ständiges Guthaben von 350 Euro zur Bedingung.

"Konsument" warnt: Ins Minus geraten, kann teuer kommen! Denn auch bei Studentenkonten werden Überziehungszinsen verrechnet, und darüber hinaus können nun Kontoführungsgebühren fällig oder erhöht werden. Bei Studentenkonten sind zwar die Überziehungszinssätze niedriger als bei Gehaltskonten, sie sind aber höher als Kreditzinssätze. Bis zu 9,875 Prozent jährlich schlägt die Überziehung eines Studentenkontos zu Buche, bei den Sparda-Instituten sogar bis zu 13 Prozent. Da heißt es verhandeln! "Konsument" rät schon vor der Konto-Eröffnung, die Höhe von Überziehungsrahmen und -zinssatz abzuklären.

Was Banken sicherlich nicht akzeptieren, sind ewige Studenten. Denn ab Überschreiten eines bestimmten Höchstalters ist es mit den attraktiven Studenten-Konditionen vorbei - die Konten werden umgestellt. Meistens betrifft es die Altersgrenze 27 oder 30, bei der PSK 35 Jahre. Manche Geldinstitute sind allerdings kulant und erlauben unter bestimmten Voraussetzungen auch nach Überschreiten der Altersgrenze die Weiterführung des Studentenkontos: So bei Raiffeisenlandesbank NÖ und Oberbank.

Nachdem Studenten zu den potenziellen finanzkräftigen Klienten von morgen zählen, wird heftig um sie geworben. Etliche Banken garnieren deshalb ihre Studentenkonten mit Zusatzleistungen und Club-angeboten. Dazu zählen: Kostenlose oder günstige Versicherungen, Ermäßigungen für Seminare und Prüfungsvorbereitungskurse, verbilligte Karten für Konzerte, Kino, Schilifte etc. Ob diese Leistungen die jeweiligen Konto-Kosten wettmachen, muss in der Entscheidung des einzelnen liegen. Denn auch verbilligte Konzertkarten oder Seminare wollen erst einmal bezahlt sein.

Eine ausführliche Aufstellung der Transaktionskosten, Gebühren, Spesen und Clubleistungen sind ab sofort unter www.konsument.at und in der September-Ausgabe des Magazins "Konsument" zu finden.

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VKI-Abteilung Finanz-Dienstleistungen,
Mag. Beate Sucher,
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