"Neues Volksblatt" Kommentar: "Geldfrage(n)" (Von Walter Salzmann)

Ausgabe vom 28. August 2003

Linz (OTS) - =

Elisabeth Gehrer darf sich freuen. Mit ihrer
Feststellung, wonach sich Jugendliche mehr den Familien-Werten als den Disco-Freuden widmen sollten, hat die Bildungsministerin eine Diskussion neu belebt, die über das politische Sommerloch hinaus geht.
Faktum ist, dass noch nie so wenig 20- bis 40-Jährige Kinder in die Welt gesetzt haben wie heute. Faktum ist auch, dass es in den meisten Fällen nicht am Wollen mangelt, sondern an den entsprechenden Rahmenbedingungen, die letztlich alle auf Geldfragen hinauslaufen. Zugespitzt steht die Politik angesichts der gesellschaftlichen Entwicklung heute vor der Alternative: Entweder auf mehr Zuwanderung zu setzen oder die Familienpolitik derart zu forcieren, dass Kinderkriegen für junge Menschen keine Frage der Wirtschaftlichkeit mehr ist. Was für Jungfamilien gilt, ist allerdings auch für den Staat gültig: Er kann sich nur im Rahmen seiner Möglichkeiten bewegen. Wenn Parteien nun in einen Wettbewerb der Forderungen eingetreten sind, so ist das einerseits der Sache dienlich, ändert andererseits aber nichts daran, dass alles eine Frage des finanziell Machbaren ist.

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