Rekord in NÖ: Knapp 3.000 neue Unternehmensgründungen im ersten Halbjahr 2003. Gründungsberatungen der Wirtschaftskammer NÖ sehr beliebt.

Wien (OTS) - Trotz der Konjunkturflaute wurden in Niederösterreich im ersten Halbjahr 2003 neuerlich mehr Unternehmen gegründet als im Vergleichszeitraum der letzten Jahre. Insgesamt wurden von Jänner bis Juni dieses Jahres in NÖ 2.963 neue Unternehmen gegründet, das sind über 20 Prozent aller Neugründungen in Österreich. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies eine Zunahme um 17 Prozent (Ö: 14,5 %).

Bei den Top-10-Branchen führt weiterhin die Unternehmensberatung und Informationstechnologie, gefolgt von der Allgemeinen Fachgruppe des Gewerbes. Konjunkturbedingt sind Gründungen in der Finanzdienstleistungsbranche rückläufig.

Gut beraten - gut gegründet

95 Prozent aller Unternehmensgründer haben für die Gründungsvorbereitung das Gründer-Service der Wirtschaftskammer Niederösterreich, insbesondere deren Bezirks- und Außenstellen, in Anspruch genommen und sind mit der Erstberatung äußerst zufrieden, wie kürzlich eine Umfrage bewies. Zwazl: "In der Wirtschaftskammer erhalten die Gründerinnen und Gründer einen roten Faden für ihr Gründungsvorhaben. Unsere Mitarbeiter zeigen jeden einzelnen Schritt der Unternehmensgründung auf und leisten damit einen wesentlichen Beitrag für einen erfolgreichen Unternehmensstart."

Kernthema "Betriebsnachfolge"

Präsidentin Zwazl: "Niederösterreich ist weiterhin der attraktivste Standort für Jungunternehmer. Ein dringender Handlungsbedarf besteht jedoch für die Betriebsnachfolger." Im Bereich der Betriebsnachfolge werden in den nächsten Jahren rund 8.000 Betriebe - insbesondere Klein- und Mittelbetriebe mit insgesamt ca. 70.000 Arbeitnehmern - betroffen sein. Hans Schwarz, Landesvorsitzender der Jungen Wirtschaft NÖ: "Es droht der Verlust von 20.000 Arbeitsplätzen!"

Handlungsbedarf bei der Politik

Präsidentin Zwazl und JW-Vorsitzender Schwarz fordern insbesondere die Abschaffung der Kreditgebühr und die völlige Gleichstellung von Gründern und Übernehmern im Neugründungsförderungsgesetz. Eine weitere Forderung ist die Streichung der Erbschafts- und Schenkungssteuer bzw. die Erhöhung des Freibetrages bei unentgeltlicher Übergabe auf 1 Million Euro.

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