GLOBAL 2000: Verbund plant 380 KV-Leitung als Atomstromautobahn

380 KV-Leitung für Netzsicherheit in Österreich nicht erforderlich

Wien (OTS) - In seltener Offenheit hat der Verbund-Konzern heute
in einer Aussendung klargestellt, aus welchem Grund der Konzern die 380 KV-Leitung durch die Steiermark eigentlich bauen möchte. Derzeit wird der Atomstrom aus Tschechien und der Slowakei
über die Leitung von Ungarn über Kroatien nach Südosteuropa geleitet. Die 380 KV-Leitung durch die Steiermark soll nun Überkapazitäten wie sie durch den heutigen Ausfall der Ungarn/Kroatien-Strom-Leitung enstanden sind, auffangen.

"Damit gibt der Verbund zu, dass die 380 KV-Leitung nichts anderes als eine Atomstromautobahn nach Italien und Südosteuropa ist. Durch die Fertigstellung der umstrittenen AKW Mochovce und Temelin sind Slowakei und Tschechien zu großen Stromexporteuren geworden, während in Südosteuropa viel Elektrizität importiert wird. Diese Möglichkeit soll durch die neue österreichische Leitung gesichert und ausgebaut werden. Hier entsteht eine weitere Nord-Süd-Atomstromautobahn, diesmal mitten durch Österreich", ärgert sich Thorben Becker, Anti-Atom-Sprecher von GLOBAL 2000. "Für die Sicherheit des österreichischen Netzes braucht es die 380 KV-Leitung nicht", stellt Becker klar."Auch die durch den zunehmenden Stromhandel benötigten innerösterreichischen Nord-Süd-Kapazitäten können durch den Ausbau regenerativer Energien wie Biogas in der Steiermark kompensiert werden."

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