Dobnigg kritisiert "Verscherbelung der voestalpine"

Wien (SK) Der gestrige Beschluss des ÖIAG-Privatisierungsausschusses bedeute "die endgültige Verscherbelung der voestalpine und damit den Ausverkauf eines der heimischen Parade-Industrieunternehmen", sagte der Leobener SPÖ-Abgeordnete Karl Dobnigg am Mittwoch gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. "Keine Rede ist mehr von den Beteuerungen von Seiten der Regierung, dass die voestalpine durch die Sicherung österreichischer Kernaktionäre vor der Zerschlagung und der Gefahr der Abwanderung der Konzernzentrale geschützt wird", zeigt sich Dobnigg, der auch Betriebsratsvorsitzender in der voestalpine Donawitz ist, bestürzt. ****

Für Dobnigg haben sich somit die Befürchtungen der SPÖ und der Belegschaftsvertreter "leider voll bestätigt, wonach es der Regierung mit dem Ausverkauf der voestalpine nur um ein schnelles Abkassieren zum Stopfen von Budgetlöchern geht, ohne Rücksicht auf wirtschafts-, arbeitsplatz- und regionalpolitische Interessen".

Die Zukunft der voestalpine, die heuer ihr zweitbestes Ergebnis in der Geschichte erzielt, mit motivierten MitarbeiterInnen, die großartige Leistungen erbringen stehe auf dem Spiel, warnte der Abgeordnete. "Mutwillig werden hier von Schwarz-Blau Arbeitsplätze in der voestalpine, aber auch außerhalb gefährdet. Alleine am Standort Donawitz gibt es rund 1.500 Zulieferbetriebe davon 930 österreichische, großteils obersteirische, deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ebenso von dieser Verscherbelung betroffen sind", zeigte sich Dobnigg fassungslos.

Eine gute und sichere Entwicklung des Unternehmens kann nach der Überzeugung von Dobnigg nur durch den Erhalt des Besitzes von 25 Prozent und 1 Aktie der voestalpine in öffentlicher Hand gewährleistet werden. Er kündigte an, dass die SPÖ - "solidarisch mit den Belegschaftsvertretern" - alles daran setzen werde, um die Verantwortlichen in der Regierung, im Aufsichtsrat der ÖIAG und in den Landesregierungen noch zu einem Umdenkens zu bewegen, "damit es nicht zur Gefährdung von Unternehmensentwicklung und Arbeitsplätzen kommt", so Dobnigg abschließend. (Schluss) wf

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