Hochalpine Kontrolle der Abwasserreinigungsanlagen gestartet

LR Rohr: Aktion soll wertvolle Ergebnisse für touristische Nutzung der Hochgebirgsregion bringen

Klagenfurt (LPD) - Bei einem Lokalaugenschein von Schutzhütten in Extremlagen überzeugte sich Umweltlandesrat Reinhart Rohr am Dienstag von der ordnungsgemäßen Durchführung der hochalpinen Kontrolle von Abwasserreinigungsanlagen in der Nationalparkregion. Die Kontrolle soll wertvolle Ergebnisse für die touristische Nutzung der Hochgebirgsregion in einer sauberen Umwelt mit klarem Trinkwasser bringen. Rohr wies darauf hin, dass der Bund gerade damit befasst sei, die Extremlagenverordnung zu überarbeiten. Da das Land Kärnten zu diesem Entwurf Stellung beziehen solle, sei diese Kontrollmaßnahme jetzt sehr wichtig.

Seit 1993 sei durch die so genannte Extremlagenverordnung des Bundes der Stand der Technik für die Abwasserreinigung im Hochgebirge normiert. Viele Kärntner Hochgebirgshütten hätten Bundes- und Landesförderungen in Anspruch genommen und Abwasserreinigungsanlagen auch in Regionen errichtet, in denen früher wegen der tiefen Temperaturen und des geringen Wasserverbrauchs von biologischer Abwasserreinigung keine Rede sein konnte. Meist habe es sich dabei um an die jeweilige Situation angepasste Einzelprojekte gehandelt, die erst entwickelt werden mussten.

Ein Hauptproblem wäre vor allem die Realisierung der nötigen Energie für die Systeme gewesen. Dadurch wäre bei manchen Gebirgshütten an einen Betrieb einer Kläranlage gar nicht zu denken gewesen. Andere Hüttenbetreiber hätten wiederum die Zahl der Tagesgäste unterschätzt und die Anlagen wären überlastet gewesen. Die Bewältigung dieser Probleme habe viele aufschlussreiche Informationen gebracht, die für zukünftige Projekte genutzt werden sollen. Daher sei gemeinsam mit der Umweltgruppe der Gendarmerie die Aktion einer hochalpinen Kontrolle der Abwasserreinigungsanlagen und der Entsorgung der Rückstände aus der Abwasserreinigung ins Leben gerufen worden.

Der Umweltlandesrat betonte, dass diese Aktion heuer vor allem in der hochsensiblen Nationalparkregion durchgeführt werde: "Wenn Zufahrtsmöglichkeiten bestehen, erfolgt die Kontrolle mit Fahrzeugen. Bei zehn Schutzhütten muss aber ein Hubschrauber eingesetzt werden." Mit einer Auswertung der Ergebnisse sei Ende Oktober zu rechnen, erklärte Rohr. Sollte diese Aktion erfolgreich sein, sei daran gedacht, im nächsten Jahr gemeinsam mit der Kriminalabteilung des Bundes die Kontrolle mittels Hubschrauber durchzuführen.
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