Grüne/Vassilakou: "Befremdliche Entscheidung des Innenministeriums im Falle Cheibane W."

Wien (Grüne) - "Äußerst befremdet" zeigte sich heute die Grüne Stadträtin Maria Vassilakou in Zusammenhang mit der in der Zeitschrift Falter berichteten Entscheidung des Innenministeriums im Fall des Todes von Cheibane W. lediglich den Notarzt wegen fahrlässiger Tötung anzuzeigen.

"Der schale Beigeschmack, der angesichts dieser Entscheidung zurückbleibt, verstärkt sich zudem durch die Vielzahl der Fragen, die nach wie vor offen bleiben", so die Stadträtin, die sich nun fragt, ob das Innenministerium überhaupt noch gedenkt, den Misshandlungsvorwürfen nachzugehen, die laut Zeugenberichten immer noch im Raum stehen.

Ebenso mutet es seltsam an, dass die in der Amtshandlung involvierten Sicherheitsbeamten trotz offensichtlicher Auslassungen bzw. Widersprüchen in ihren Berichten und Aussagen zu den im Videoband festgehaltenen Fakten, nun scheinbar mit keinerlei Konsequenzen zu rechnen haben.

"Diese Vorgangsweise erweckt den Eindruck, dass ein Persilschein für die Polizei ausgestellt und die gesamte Verantwortung für den Tod Cheibane W. lediglich dem Notarzt aufgebürdet werden soll", so Vassilakou. "Die restlose Aufklärung des Todes eines unschuldigen Menschen sollte der Behörde ein oberstes Gebot sein, geht es doch darum, einerseits das Vertrauen der empörten Öffentlichkeit wieder herzustellen. Andererseits gilt es allem voran zu verhindern, dass sich ähnliche tragische Fälle wiederholen, so die Stadträtin abschließend.

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