Brosz: ÖVP Überlegungen zur Neuverteilung von Lehrer-Lebenseinkommen sind unzureichend

Gehrer erkennt endlich Verantwortung für Verunsicherung an

Wien (OTS) "Die bisher von der ÖVP bekannt gegebenen Vorstellungen zur Neuverteilung der LehrerInnen-Lebenseinkommen sind völlig unzureichend. Bisher beträgt der Höchstbezug bei LehrerInnen an höheren Schulen 240 Prozent des Einstiegsgehalts. Eine Anhebung der Einstiegsgehälter um etwa 10 Prozent würde dazu führen, dass LehrerInnen vor der Pensionierung nach wie vor das doppelte von JunglehrerInnen verdienen. Dieses Gehaltsgefälle ist weder gerecht noch begründbar", meint der Bildungssprecher der Grünen, Dieter Brosz. Die Grünen schlagen daher vor, die bislang 18 Gehaltsstufen auf 3 zu reduzieren und das Einstiegsgehalt auf 2.500 Euro sowie den Höchstbezug auf 3.000 Euro festzusetzen.
Erfreut nimmt Brosz zur Kenntnis, dass Ministerin Gehrer endlich die Verantwortung für die Verunsicherung an Schulen übernimmt. "Bislang hat sie dafür immer kritische LehrerInnen verantwortlich gemacht. Es ist zu hoffen, dass Gehrer ihren guten Vorsatz auch umsetzt", so Brosz.
Die Grünen können sich die Festlegung von Leistungs- oder besser Bildungsstandards grundsätzlich vorstellen. "Der Sinn solcher Standards muss aber die positive Rückmeldung an die einzelnen Schulen sein, um Defizite auszugleichen um die SchülerInnen besser fördern zu können. Vom Bildungsministerium legitimierte Schulrankings lehne ich aber vehement ab. Das österreichische Bildungssystem kämpft schon jetzt mit einer starken sozialen Problematik. Internationale Erfahrungen haben gezeigt, dass Rankings das Auseinanderdriften und das soziale Gefälle in den Schulen verstärken", so Brosz abschließend.

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