LH Haider: Lehrer sollen 30 Stunden an Schulen anwesend sein und für Schülerbetreuung sorgen

Ministerin Gehrer solle Novellierung einbringen - Rasche und vernünftige Lösung durch Diensrechtsänderung möglich

Klagenfurt (LPD) - Das Landeslehrerdienstrechtsgesetz, ein Bundesgesetz, das derzeit nur 21 Stunden Lehrverpflichtung regelt aber nicht die darüber hinausgehende Anwesenheitspflicht an den Schulen, sollte rasch geändert werden, sagte heute Landeshauptmann Jörg Haider und machte damit einen Vorschlag zur aktuellen Diskussion über Verbesserungen in der Kinder- und Jugendbetreuung. Wie Haider sagte, sollte die Anwesenheitspflicht in den Schulen auf insgesamt 30 Stunden erhöht werden, dadurch würde es mit einem Schlag flächendeckend eine Nachmittagsbetreuung geben und das Problem ließe sich auf diese Art leicht lösen.

Der Landeshauptmann betonte, dies sei ein sinnvoller Schritt und leicht machbar, die zuständige Bundesministerin Elisabeth Gehrer müsste nur die entsprechende Novellierung einbringen. Mit der höheren Anwesenheitsverpflichtung wäre nicht nur das Problem rasch gelöst, dem Staat würden auch keine finanziellen Verpflichtungen erwachsen, so Haider, der sich allerdings auch eine kleine Prämie vorstellen könnte. Diese aber wäre im Hinblick auf das erzielte Ergebnis keinerlei Problem.

Sonderrechte und Privilegien werden kein Gewerkschaftsthema mehr sein, reagierte Haider im Hinblick auf mögliche Proteste seitens der Lehrergewerkschaft.

Durch das Kindergeld sei viel verbessert worden, auch hinsichtlich der Betreuungseinrichtungen für Kinder zwischen dem 3. und 6. Lebensjahr, zugunsten von Frauen konnte mehr Flexibilität erreicht werden, weil sie auch dazuverdienen dürfen. Jetzt sei es aber nötig, für eine vernünftige Planung der sinnvollen Betreuung an den Schulen zu sorgen, unterstrich Haider seinen Vorschlag.

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