Tod und Verletzung im Straßenverkehr - Sicherheitserziehung senkt Unfallraten

Korrigierte Fassung

Wien (AUVA) - Die Schule beginnt mit den Gefahren des Schulwegs:
Im letzten Schuljahr sind 1.216 Schüler und Studenten und 1.062 Schülerinnen und Studentinnen nicht in die Schule oder nicht nach Hause gekommen, weil sie einen Wegunfall hatten.

Rund 95.000 Schulanfänger werden im ersten Schuljahr durch ihre Eltern begleitet, durch Schülerlotsen, Polizei und Gendarmerie auf ihrem ungewohnten Schulweg beschützt.

Aber auch zu Beginn des zweiten Schuljahrs sollten die Eltern den sicheren Schulweg noch einmal üben. Im zweiten Schuljahr haben deutlich mehr Schüler einen Wegunfall als im ersten: die Statistik verzeichnet eine Steigerung der Unfälle von 71 auf 100.(KORREKTUR)

Jeder neue Schulweg bei Schulwechsel bringt neue Gefahren: Beim Schulwechsel von der Volksschule in die erste Sekundarstufe stieg die Zahl der Unfälle von 107 auf 148.(KORREKTUR)

Erfolg der Unfallverhütung gefährdet?

Die beste Sicherheitserziehung nützt nichts, wenn rasende Verkehrsteilnehmer an sich gut ausgebildete und vorsichtige Schulkinder im Straßenverkehr töten oder schwer verletzen.

Den nachhaltigen Krieg auf der Straße konnten bisher weder die Politiker noch die Sicherheitsexperten der AUVA, des KfV oder der Autofahrer-Organisationen beenden.

Die Zahl der Toten und Verletzten ging zwar langfristig zurück - vor allem durch temporären Waffenstillstand wegen Stehens im Stau - aber es gibt immer noch zu viele Terroristen unter Adrenalin- bzw. Alkoholeinfluss, pubertäre Selbstmörder oder erfolgreiche Rücksichtslose mit zu viel Pferdestärken und der Sehnsucht nach Tempo 160 auf den Autobahnen.

2002 mussten trotz aller Sicherheitsmaßnahmen 110 Opfer von Schulunfällen auf Grund ihrer schweren Verletzungen und der irreparablen Unfallfolgen Versehrtengelder oder Versehrtenrenten bekommen. Fünf von einer Million versicherter Schüler und Studenten hatten 2002 einen tödlichen Unfall - alle im Straßenverkehr.

Erfolg der Sicherheitserziehung

In den beeinflussbaren Bereichen des Schulunterrichts, des Schulsports und des Schulwegs hatte die Sicherheitserziehung der Lehrenden mit Unterstützung der AUVA langfristig Erfolg:

Die Unfallrate pro 10.000 Versicherte sank zwischen 1990 und 2002:

Insgesamt

bei Schülern und Studenten beiderlei Geschlechts von 486 auf 417.

Im Schulunterricht
bei den Schülern und Studenten von 302 auf 260,
bei den Schülerinnen und Studentinnen von 306 auf 242.

Beim Schulsport
bei den Schülern und Studenten von 198 auf 185,
bei den Schülerinnen und Studentinnen von 124 auf 112.

Auf Schulwegen
den Schülern und Studenten von 35 auf 19,
bei den Schülerinnen und Studentinnen von 30 auf 17.

Das Vorurteil, Knaben seien an sich unfallanfälliger als Mädchen, wird durch die Unfallanalyse weitgehend bestätigt. Das genetisch und durch Vorbild und Erziehung geförderte aggressiv-dynamische Verhalten männlicher Menschen ist risikoreicher als die arterhaltende Vorsicht weiblicher Menschen.

Auskünfte zur Sicherheitserziehung

Dr. Mechthild Rotter
AUVA
Tel. (01)33 111-417
Mechthild.Rotter@auva.sozvers.at
http://www.sicherlernen.auva.net

Auskünfte zur Unfallstatistik:
Mag. Beate Mayer
AUVA
Tel. (01)33 111-343
Beate.Mayer2@auva.sozvers.at

http://www.statistik.auva.net

Rückfragen & Kontakt:

Rückfragehinweis:
AUVA - Allgemeine Unfallversicherungsanstalt
Öffentlichkeitsarbeit
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