ÖAMTC: Bei 30 Prozent aller Unfälle spielt Müdigkeit eine Rolle

Club warnt vor Unterschätzung des Risikos Sekundenschlaf

Wien (ÖAMTC-Presse) - Schwere Augenlieder, Gähnen und Schwierigkeiten beim Spurhalten: Müdigkeit spielt bei 30 Prozent aller Unfälle im Straßenverkehr eine Rolle. "Der Risikofaktor Übermüdung im Straßenverkehr wird weit unterschätzt. Unfälle durch Sekundenschlaf verlaufen zumeist schwer, weil der Fahrer kaum die Möglichkeit hat, zu reagieren und meist ungebremst auf die Gegenfahrbahn gerät", weiß ÖAMTC-Verkehrssicherheits-Experte Roman Michalek.

Für Michalek sind sogenannte "Rumpelstreifen" ein wirksames Mittel, eingenickte Autolenker zu wecken. Rumpelstreifen sind gerippte Fahrbahnmarkierungen, die im Fahrzeuginneren ein dröhnendes Geräusch erzeugen, sobald man mit den Reifen auf die Markierung kommt.

Das Risiko am Steuer einzuschlafen, ist in den frühen Morgenstunden zwischen zwei und vier Uhr, am Nachmittag zwischen 14 und 16 Uhr sowie am Abend von 22 bis 24 Uhr am größten. "Besonders gefährlich sind lange, monotone Autobahnfahrten. Typische Anzeichen einer Übermüdung sind häufiges Gähnen, Augenblinzeln und Fahrfehler", sagt Michalek.

Das einzig verlässliche Mittel gegen die Müdigkeitsfalle ist - zu schlafen. "Kaffee oder Energydrinks bringen nichts. Sie putschen zwar kurzfristig auf, dafür ist dann der nachfolgende Leistungsabfall umso stärker", warnt Michalek. Auch laute Musik und das weit geöffnete Autofenster sind nur für kurze Zeit ein Muntermacher. "Sobald erste Anzeichen von Müdigkeit auftreten, kann es nur eines geben: Wagen anhalten, eine Rast einlegen und zumindest eineinhalb Stunden schlafen", rät der Verkehrssicherheits-Experte.

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ÖAMTC-Pressestelle/Michael Holzinger

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