Sacher: Einführung einer generellen PKW-Autobahnmaut strikt abzulehnen

PKW-Fahrer dürfen nicht für verkehrspolitische Versäumnisse der Vergangenheit zur Kasse gebeten werden

St. Pölten, (SPI) - "Die Einführung eines generellen PKW-Road-Pricings auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen ist strikt abzulehnen. Die PKW-Lenker dürfen nicht für die verkehrspolitischen Versäumnisse der Vergangenheit zur Kasse gebeten werden", weist der Verkehrssprecher der NÖ Sozialdemokraten, LAbg. Ewald Sacher, Aussagen im Rahmen einer verkehrspolitischen Diskussion mit VP-Staatssekretär Kukacka über die Verkehrssituation in Ostösterreich strikt zurück. Sacher: "Mehr als 10 Jahre sind seit der Ostöffnung vergangenen und erst in den letzten Monaten - nun wenige Monate vor dem EU-Beitritt unserer Nachbarn - kommen die verantwortlichen VP-Politiker im Bund und in Niederösterreich drauf, dass vor allem die Ostregion einen großen Nachholbedarf beim Ausbau bzw. der Modernisierung des hochrangigen Straßennetzes hat. Wir könnten schon seit Jahren das generelle LKW-Road-Pricing haben und damit hätten bereits viele wichtige Lückenschlüsse erfolgen können. Nun die Lasten auf die PKW-Fahrer und die hunderttausenden Pendler abwälzen zu wollen, ist grotesk."****

Wie es besser gemacht werden kann beweisen uns die EU-Beitrittsländer seit Jahren. Außerhalb unserer Grenzen wurden in den letzten Jahren mit Milliardenaufwand neue Autobahnen und Schnellstraßen gebaut, ebenso wurde in den Ausbau der Bahn investiert. Das sich die Wirtschaft aufgrund der guten Standortqualität nun entlang dieser neuen Verkehrsadern ansiedelt, darf wirklich niemanden mehr verwundern. In Niederösterreich dagegen haben wir großen Nachholbedarf. "Bis zum Jahr 1997 wurde beispielsweise der Bau der Nordautobahn seitens des NÖ Verkehrsressorts abgelehnt, deren Notwendigkeit strikt geleugnet. Heute hinken wir der Entwicklung auf Niederösterreichs Hauptverkehrsadern um Jahre nach, das prognostizierte Verkehrschaos und die massive Belastung wird Niederösterreich als Wirtschaftsstandort nicht zum Vorteil gereichen. Mit den aktuellen Ausbauvorhaben bei Straße und Schiene können wir damit die negativen Auswirkungen nur mehr abmildern, keinesfalls aber mehr abwenden", so Sacher abschließend.
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