GPA Jugend: Gehrer soll sich lieber um ihren desaströsen Bildungs- und Ausbildungsbereich kümmern

Generationenvertrag braucht keine "Göttin der Fruchtbarkeit"

Wien (GPA/ÖGB). Als "versuchtes Ablenkungsmanöver von ihren hausgemachten Problemen im Bildungsbereich" bezeichnete heute der Vorsitzende der GPA Jugend, Christian Jammerbund, die Aussagen von BM Gehrer in der ZIB 2 zu den angeblich "von-Party-zu-Party-rauschenden Jugendlichen", deren mangelnde Fortpflanzungslust den Generationenvertrag in Frage stellen würde.++++

"Ich kann mir schon gut vorstellen, dass es in dieser Zeit der sozialen und bildungspolitischen Kälte genug mündige Jugendliche gibt, die von einem bestehenden Kinderwunsch Abstand nehmen", so der Vorsitzende der GPA-Jugend weiter und ruft in Erinnerung, dass diese Bundesregierung seit geraumer Zeit die Augen vor den offensichtlichen Problemen im Bildungs- und Ausbildungsbereich verschließt.

"Sollte sich Frau Gehrer dann und wann an ihre eigene - womöglich bewegte - Ausbildungszeit zurückerinnern, so möge sie dabei bitte bedenken, dass Jugendliche damals andere Möglichkeiten und Perspektiven hatten, in ein chancenreiches Berufsleben zu starten." Ebenfalls regt Jammerbund an, nicht wie bisher die Augen vor den rund 50.000 arbeitslosen Jugendlichen unter 25 Jahren zu verschließen: "Es ist doch völlig klar, dass Jugendliche erst dann für Familienplanung bereit sind, wenn sie sich eine berufliche und damit finanzielle Basis geschaffen haben, alles andere wäre zutiefst unverantwortlich!"

Was den Generationenvertrag betrifft, so fordert die GPA-Jugend die Ministerin auf, sich dafür einzusetzen, dass "Beruf und Familie" vor allem für Jungfamilien stärker miteinander vereinbar gemacht werden. "Auch diese komplexe Thematik ist wiederum mit dem Bildungs-und Ausbildungssektor verknüpft", gibt Jammerbund zu bedenken, "denn eine durchschnittliche Studentin, die ihr Studium schnell abschließen möchte, könnte es sich rein finanziell gar nicht leisten, an Kinder zu denken".

"Um den Generationenvertrag aufrecht zu erhalten, braucht es weder eine konservative Wertediskussion noch eine 'Göttin der Fruchtbarkeit'", so der GPA-Jugend-Vorsitzende abschließend, "was gefragt wäre, sind konstruktive Lösungsansätze im Sinne unserer tausenden jugendlichen Mitglieder".

ÖGB, 27. August 2003
Nr. 698

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