ORF-"Confetti TiVi": Dakapo für Pippi Langstrumpf

Ab 31. August geht es wieder rund in der Villa Kunterbunt

Wien (OTS) - "Sag mal, wie heißt Du eigentlich?", wollte Fräulein Prysselius wissen: Pippilotta Viktualia Rollgardina Schokominza Efraimstochter Langstrumpf oder kurz Pippi Langstrumpf. Die furchtbar starke, sommersprossige und zu Kultehren gekommene Heldin einer ganzen Generation, die Groß und Klein zu sich in die Villa Kunterbunt einlädt, feiert in ORF-"Confetti TiVi" ab Sonntag, dem 31. August 2003, ihr TV-Dakapo. Zum ersten Mal hat Pippi Langstrumpf mit ihren abstehenden Zöpfen und viel zu großen Schuhen am 16. Jänner 1971 im ORF Furore gemacht. Nun stehen - jeweils am Sonntag um ca. 9.25 Uhr ORF 1 - 21 Folgen auf dem Programm, in denen wieder lauthals "Zwei mal drei macht vier, widdewiddewitt und drei macht neune, ich mach' mir die Welt, widdewidde wie sie mir gefällt" gesungen wird. Und mit von der kunterbunten Partie sind selbstverständlich die Nachbarskinder Tommi und Annika, Pippis Pferd Kleiner Onkel, ihr Affe Herr Nilsson, Fräulein Prysselius, ein etwas einfältiges Gaunerduo, das es nur auf den großen Schatz von Pippi abgesehen hat, sowie Pippis Papa, ein Piratenkapitän, der im Taka-Tuka-Land lebt.

Die kunterbunte Welt der Pippi Langstrumpf

"Ich möchte vier Liter Medusin kaufen", sagte Pippi, "etwas, was gut ist gegen Keuchhusten und schlimme Füße und Bauchschmerzen und Windpocken und wenn man sich eine Erbse in die Nase gebohrt hat. Es wäre gut, wenn man auch Möbel damit polieren könnte. Eine richtige prima Medusin soll es sein." Pippi Langstrumpf weiß eben, was sie will. Niemand kann sie zwingen, Lebertran zu essen, wenn Bonbons doch viel besser schmecken. Sie hat ihren eigenen Limonadenbaum im Garten, liebt Rhabarbergrütze über alles, putzt ihre Villa Kunterbunt mit der Scheuerbürste an den Füßen und wenn ihre Freunde zum Dideldum blasen, dann ist Pippi Langstrumpf ganz in ihrem Element. Fräulein Prysselius, oder besser gesagt Tante Prüsseliese vom Kinderheim, kann manchmal ganz schön lästig sein, wenn sie mit den beiden Polizisten antanzt, um für geordnete Verhältnisse zu sorgen. Nur einer fehlt Pippi manchmal ganz schrecklich: ihr Papa. Der aber lebt im Taka-Tuka-Land und bewacht den Familienschatz. Manchmal kommt er seine Tochter besuchen, und dann geht es rund in der Villa Kunterbunt.

Astrid Lindgren, die Erfinderin von Pippi Langstrumpf

Astrid Lindgren, wurde am 14. November 1907 auf Näs bei Vimmerby im schwedischen Smaland geboren. 1944 schrieb sie "Pippi Langstrumpf". Es folgten weitere Kinderbuchklassiker wie "Ronja Räuberstochter", "Die Kinder aus Bullerbü", "Michel aus Lönneberga", "Karlsson auf dem Dach" sowie "Rasmus und der Landstreicher". Astrid Lindgren hat im Laufe ihres Schaffens eine Vielzahl von Auszeichnungen und Preisen erhalten, zum Beispiel 1965 den Schwedischen Staatspreis für Literatur für ihr Gesamtwerk. Außerdem wurde sie 1973 zum Dr. phil. h. c. der Universität Linköping ernannt. 1986 erhielt sie den Selma-Lagerlöf-Literaturpreis. Am 28. Jänner 2002 starb Astrid Lindgren im Alter von 94 Jahren.

Inger Nilsson, die ewige Pippi Langstrumpf-

Zum ersten Mal stand Inger Nilsson 1968 als Pippi Langstrumpf vor der Kamera. Neun Jahre war Inger damals, als ihr Vater hörte, dass ein Mädchen für die Rolle der Pippi Langstrumpf gesucht wurde. Er meldete Inger an, die unter 8.000 Kindern für diese Rolle ausgewählt wurde. Damit begann die große Popularität der Heldin von Astrid Lindgren -und ihre Probleme. Ihre Teenager-Zeit verlief eher schwierig. Alle Leute behandelten Inger Nilsson, als wäre sie leibhaftig Pippi Langstrumpf. Inger schloss die Schule mit dem Vorsatz ab, keine Schauspielerin zu werden. Sie erlernte und übte den Beruf einer Sekretärin aus, ging aber später doch zur Schauspielerei über. Seit 1987 arbeitet sie vor allem an kleinen Theatern in der Provinz Schwedens und spielt unterschiedliche Rollen. Für die deutsch-schweizerisch-österreichische Koroduktion "Gripsholm" - eine Neuverfilmung von Kurt Tucholskys "Schloss Gripsholm" -, die in Österreich von ORF und ÖFI im Rahmen des Film- und Fernsehabkommens unterstützt wurde, stand Inger Nilsson im Herbst 1999 unter anderem in Österreich vor der Kamera. Der ORF zeigt "Gripsholm" voraussichtlich Ende 2003.

Pippis Freunde Tommi und Annika schlugen nicht den Weg der Schauspielerei ein. Maria Persson lebt in Palma de Mallorca und arbeitet als Altenpflegerin. Pär Sundberg ist Manager in Malmö.

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