Wertediskussion: Heinisch-Hosek verwundert über Schüssel und Fuhrmann

Wien (SK) "Höchst verwundert und zornig" zeigte sich SPÖ-Kinder- und Jugendsprecherin Gabriele Heinisch-Hosek über Bundeskanzler Schüssel, "der sich am Dienstag hundertprozentig hinter die Aussagen seiner Bildungsministerin zur sogenannten 'Wertediskussion' stellte". "Was soll diese falsche Moral und dieses reaktionäre Denken? Diese Bundesregierung trägt ohnehin dazu bei, dass Jugendliche bald nicht mehr auf Partys gehen können, denn entweder stehen sie auf der Strasse, weil Schwarz-Blau nichts gegen die Jugendarbeitslosigkeit tut oder ihnen wird durch zahlreiche Belastungen das Geld aus der Tasche gezogen. So wird der Generationenkonflikt wirklich heraufbeschworen. Die Jugend wird sich diese Aussagen nicht gefallen lassen", so die SPÖ-Jugendsprecherin gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

"Es ist ja schön, dass sich VP-Jugendsprecherin Silvia Fuhrmann über die vollkommen realitätsfernen Aussagen zur sogenannten 'Partygeneration' ihrer Ministerin Gehrer ärgert. Ich kann ihr nur raten: Handeln, statt ärgern, Frau Kollegin Fuhrmann. Es ist jetzt an der Zeit, sich endlich um die konkreten Anliegen und Probleme der Jugend zu kümmern", so Heinisch-Hosek.

Es gehe um ganz brennende Fragen, die unmittelbar jetzt im Herbst die jungen Menschen in unserem Land betreffen. Fuhrmann sei die Jugendsprecherin der Regierungspartei ÖVP, der ja immerhin die Minister Bartenstein und Gehrer angehören. Bartenstein sei für die Lehrlinge verantwortlich und Gehrer für Bildung und Unterricht. "In diesen Bereichen gehören die heißen Eisen nun endlich angepackt und Fuhrmann soll sich nun in ihrer eigenen Partei Gehör verschaffen", so die SPÖ-Jugendsprecherin.

Wie jedes Jahr im Herbst gebe es tausende fehlende Lehrstellen und fehlende Ausbildungsplätze vor allem in den BHS. "Was sagt Silvia Fuhrmann dazu? Und wie steht es nun um die Wahlaltersenkung auf allen Ebenen auf 16 Jahre? Wie steht sie zu einem eigenen Ausschuss für Kinder- und Jugendangelegenheiten, den die SPÖ schon längst im Parlament beantragt hat?" fragt sich Heinisch-Hosek.

"Laut neuesten Umfragen ist eine der größten Ängste der jungen Menschen, die Angst, keinen Arbeitsplatz zu bekommen. Ich rufe deshalb nochmals zu einer 'Allianz der Jungen im Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit' auf, und fordere die Kinder- und JugendsprecherInnen der anderen Parlamentsparteien auf, hierbei mitzutun. Der dramatischen Entwicklung im Bereich Jugendarbeitslosigkeit muss über alle Parteigrenzen hinweg gemeinsam entgegengetreten werden", so die Abgeordnete.

"Das sind die Themen der Jugend, und darauf müssen Sie endlich antworten. Sie sind Abgeordnete einer Regierungspartei, Frau Fuhrmann", schloss Heinisch-Hosek. (Schluss) ml/mm

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